24 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Großer Bahnhof zum Jubiläum

Peter-Ustinov-Schule wird 25 Großer Bahnhof zum Jubiläum

Was vor 25 Jahren unter „sturmumtosten“ Debatten der Kommunalpolitik geboren wurde, hat sich zu einer über die Grenzen Eckernfördes hinaus anerkannten Schule entwickelt. Auf der Jubiläumsfeier der Peter-Ustinov-Schule sprach Bürgermeister Jörg Sibbel am Montag von einem „Erfolgsmodell“ für die Stadt.

Voriger Artikel
Schwedeneck fordert mehr Einfluss
Nächster Artikel
Kein Kino im Skaterpark

Die Ehrengäste: (v.r.) Bürgermeister Jörg Sibbel, Dr. Mojib Latif, Schulelternbeirätin Daniela Feuerhak, Ingrid und Jürgen Anbuhl (Ex-Schulleiter) sowie die Landtagsabgeordneten Serpil Midyatli (SPD), Daniel Günther (CDU) und Jette Waldinger-Thiering (SSW).

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Großer Bahnhof zum Geburtstag in der Halle III des Schulzentrums. 550 Besucher waren gekommen, darunter viele Schüler und 200 geladene Gäste. Schulleiter Dirk Söhren erinnerte an die Gründung als Integrierte Gesamtschule. Trotz eines politischen Schlagabtauschs habe die Idee kräftigen Rückenwind von den Eltern bekommen. „Es gab und gibt deutlich mehr Anmeldungen als Plätze.“ Und: „Ohne die Durchsetzungskraft des damaligen Schulleiters Jürgen Anbuhl wäre die Umsetzung schwer möglich gewesen.“

 Laut Söhren habe sich die Peter-Ustinov-Schule, die heute Gemeinschaftsschule ist, den Ruf erworben, jedes Kind mit seinen unterschiedlichen Begabungen zu fördern. Der Parteienstreit der frühen Jahre sei längst dem gemeinsamen Interesse an der Weiterentwicklung aller Schulen gewichen. Trotz allgemein sinkender Schülerzahlen wird die Peter-Ustinov-Schule wachsen: von 700 vor über zehn Jahren auf fast 1000 Schüler in 2017. Dabei will die Schule weiterhin auf ein Klima des Vertrauens und des individuellen Förderns setzen. „Egal, was an Reformen kommt“, sagte Söhren in Richtung Landespolitik.

 Bürgermeister Sibbel nannte die Peter-Ustinov-Schule eine „Schule für alle Kinder“. Hier gibt es sowohl ein Kompetenzzentrum für Hochbegabte als auch Integrations-Klassen und DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) für Flüchtlingskinder. Der Verwaltungschef betonte darüber hinaus die langjährige Kooperation mit Unicef sowie das besondere Engagement von Lehrern und Eltern. Schulelternbeiratsvorsitzende Daniela Feuerhak verzichtete auf viele Worte und sang stattdessen: „Merci, dass es Euch gibt.“ Seitens der Schulaufsicht sprach Karsten Jonas nicht nur von einer „Schule zum Wohlfühlen“, sondern auch von Erfolgen. So habe vergangenes Jahr nur ein Kind die Peter-Ustinov-Schule ohne Abschluss verlassen. Und über 50 Prozent hätten einen besseren Abschluss erreicht, als in der Grundschulzeit prognostiziert.

 Dass die Schule auch für Nachhaltigkeit steht, machte die Einladung von Gastredner Dr. Mojib Latif deutlich. Der renommierte Klimaforscher mahnte eindringlich, die Erderwärmung und den damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels zu bremsen. „Das Arktiseis schmilzt rapide. Es müssten längst die Alarmglocken schrillen, aber es passiert nichts.“ Nach seinen Rechnungen dürften ab Mitte des Jahrhunderts überhaupt keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden, wenn die Erde nicht überhitzen soll. Latif unter Beifall: „Wir sollten es uns leisten, die Welt zur retten.“

 Die Vielfalt des Schullebens demonstrierten die Schüler mit frischen Klängen von Jugendblasorchestern verschiedener Jahrgänge, Kurzszenen aus „Sprache und Musik“ sowie einer Kostprobe der Hindernis-Trendsportart „Le Parcour“. Jürgen Anbuhl, Schulleiter der ersten Stunde, bekannte nach dem Festakt: „Ich bin richtig glücklich, dass aus kleinen Anfängen eine großartige Schule geworden ist.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3