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Jomsburg gibt es seit 40 Jahren

Pfadfinderbund Jomsburg gibt es seit 40 Jahren

Der 40.Geburtstag des Pfadfinderbundes "Jomsburg" zog am Sonnabend Scharen von Besuchern an, die meisten von ihnen im Fahrtenhemd. Für sie plauderte die Enkelin des Burgbesitzers Hans von Gottberg, Ulla Doose, ein wenig aus dem Nähkästchen.

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40 Jahre Jomsburg: Der Freie Pfadfinderbund, gegründet von dem Dänisch-Nienhofer „Ore“ Hans von Godberg (gestorben 1987), hat etwa 250 Mitglieder, von denen aber nur noch rund 80 aktiv sind. Die Burg wurde in den achtziger Jahren erbaut.

Quelle: Birgit Johann

Schwedeneck. „Wenn mein Großvater gesagt hat, er will eine Burg bauen, dann baute er eine.“ Und da der Dänisch-Nienhofer Hans von Gottberg dies in den siebziger Jahren tatsächlich angekündigt hatte, wuchs in den Achtzigern solch ein Gebäude in seiner Gemeinde heran. Ein geeignetes Grundstück besaß Gottberg dort schon, es war seit 1975 Mittelpunkt seines Pfadfinderbundes „Jomsburg“. Dessen 40. Geburtstag zog am Sonnabend Scharen von Besuchern an, die meisten von ihnen im Fahrtenhemd. Für sie plauderte Gottberg-Enkelin Ulla Doose ein wenig aus dem Nähkästchen.

 Eine regelrechte Chronik gibt es bisher weder zum 40-jährigen Bestehen des Pfadfinderbundes noch zum Bau seiner weißen Burg, die Stück für Stück in Eigenleistung erstellt wurde. Erst ein Turm, dann der Wehrgang, dann der zweite Turm. Wie der 1987 verstorbene Offizier und Autor etlicher Jugendbücher Gottberg, mit Pfadfindernamen „Ore“, an die Baugenehmigung kam, wäre wohl an sich schon eine Geschichte wert. Er sei ein charismatischer, aber auch ein schwieriger Mann gewesen, verriet Ulla Doose mit Seitenblick auf Gottbergs Tochter, ihre Mutter Gulweig Kröger, die zu den Ehrengästen zählte.

 Warum ausgerechnet eine Burg? Um dies zu verstehen, muss man in die Philosophie des Kinder- und Jugendverstehers Gottberg eintauchen. Welcher Junge träumt nicht von einer Ritterburg und welches Kind nicht vom einfachen Leben in der Natur und am Lagerfeuer? Matthias „Matze“ Hamann, ehemaliger Bundführer, zeigte Gottbergs Leitlinien und damit auch die der Pfadfinderbewegung auf: Bewährung in der Kleingruppe, Leben in der Natur, selbständige Aktivitäten und Internationale Begegnungen. Den Schwerpunkt der weder konfessionell noch politisch ausgerichteten Arbeit des Freien Pfadfinderbundes Jomsburg bilden auch heute noch die jährlichen, bis zu drei Wochen langen Sommer-Großfahrten. Diesmal waren 50 Kinder und Jugendliche in Polen unterwegs. „Wer auf Fahrt gewesen ist, traut sich auch andere Dinge zu”, betonte Hamann. Dies fördere die Selbständigkeit und erweitere den Horizont. Bis zu 300 Aktive haben dem Bund bereits angehört, heute sind es noch etwa 80, die sich in drei Ortsgruppen aufteilen. In der Jomsburg trifft sich allsonnabendlich der Stamm der „Vagante“.

 Immer schon spielten auch die musikalische Ausbildung und Fahrtenlieder eine tragende Rolle. Über uns ein Regenbogen erklang es im Hof der Jomsburg zu Gitarren.

 Zwei solcher Instrumente hatten auch die Kieler Niklas Fittkau, Felix Appel und Milan Schuhmacher vom Verband Christlicher Pfadfinder im Gepäck. Sie waren zünftig zu Fuß und mit guter Laune im Rucksack zur Jomsburgfeier unterwegs. Hinter Dänischenhagen, nicht mehr weit vom Ziel entfernt, pausierten sie auf einer Bank und stimmten für die KN das Fahrtenlied Jasmin an.

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