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Die Säbel sind gewetzt

Piratenspektakel Die Säbel sind gewetzt

Klar bei Enterhaken! Eckernförde feiert im 20. Jahr sein Seeräuber-Volksfest. Mit dem Strandüberfall im Kanonendampf beginnt am Freitag, 5. August, das dreitägige Piratenspektakel. Dieses Jahr sind auch Neuerungen dabei. Musikalischer Topact ist die Neue-Deutsche-Welle-Band Extrabreit.

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Bereit fürs Piratenfest: (von hinten links) Michael Sandvoß, Thomas Neidt alias Käpt'n Renate, Sascha Lück als Käpt'n Sven Rosa Black, Maurice Fillmer, Leon Mathies Fillmer, Ariane Stuber (Ratten-Resi, mit Motte) und Miriam Neidt proben schon mal für den großen Auftritt.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Doch was wäre das Piratenspektakel ohne die wilden Gesellen vom Verein Kornersfjord. Bereits zum vierten Mal sind sie mit ihrem Piratendorf am Strand neben dem Ostsee-Info-Center (OIC) am Start. Die über 70 Männer und Frauen um Käpt’n Sven Rosa Black (Sascha Lück) gestalten im wesentlichen auch die Spielszenen. Freitag ist der Tag des Angriffs auf Eckernförde. Doch diesmal scheint alles anders zu sein. Während die Piratenschiffe „Ubena von Bremen“ (Hansekogge) und der Gaffelschoner „Jachara“ ab 17 Uhr aus vollen Rohren die Stadtwachen um Tom Blattschuss (Thomas Kleinoth) beschießen, sieht es so aus, als ob die Seeräuber den Kürzeren zögen. Aber sie haben einen Spion in die Stadt eingeschleust. Und plötzlich wendet sich das Blatt: Über Eckernförde weht die Piratenflagge.

 So wird auch diesmal das Rathaus besetzt, der Bürgermeister nach einem Kampfgetümmel gefangen genommen und die Stadtkasse geplündert. Alles natürlich nur, um ein großes Fest zu feiern. Moderiert werden die Spielszenen von Käpt’n Schwarzbart (Simon Kleinschmidt). Auch Magister Wigbold (“Frau Pams“) ist aus der Historie wieder aufgetaucht und entfacht wilde Störtbecker-Geschichten. Statt der oft in der Besuchermenge untergegangenen Seeschlacht im Hafen wird es Sonnabend, 6. August, ab 14 Uhr, einen Strandüberfall mit Kampfszenen geben. An allen drei Tagen sind zudem kleine Piraten-Episoden in der Stadt zu erleben. „Da freuen wir uns schon drauf“, sagt Sascha Lück.

 Vor allem für den Seeräuber-Nachwuchs ist so einiges vorbereitet: Kinder können am Strand an einem hölzernen Piratenschiff mitbauen und es bemalen, eine Steckbrief-Jagd führt sie durch die Stadt, und im Piratendorf warten Kinderspiele, Musik, Lederbeutel-Basteleien und das Piratenpatent. Außerdem gibt es wieder die beliebten Sammel-Dublonen. Weiter sind auf den Piratenschiffen zweistündige Ausfahrten möglich (Tickets am Stand der Touristik). Und vorm OIC wird die norddeutsche Buchfigur Peggy Diggledey lebendig.

 An allen drei Tagen des Piratenspektakels öffnet eine bunte Meile am Hafen mit Riesenrad, Kettenkarussell und vielen Buden. Auf der Hafenbühne treten Bands auf: Freitag, ab 20 Uhr, sind hier Mandowar (Rockcover mit Mandoline, Gitarre und Ukulelenbass) zu hören. Sonnabend, 21.15 Uhr, spielt die Neue-Deutsche-Welle-Legende Extrabreit mit ihren Hits wie „Flieger, grüß mir die Sonne“ und „Hurra, hurra, die Schule brennt“. Bereits ab 20 Uhr präsentiert sich das Gerrit Hoss Duo. Sonntag gehört die Hafenbühne den Biggs B Sonic, einem musikalischen Highlight aus dem Rockabilly-Kosmos.

 Unterstützung bekommen Kornersfjord von John Silver und seiner Piratenbrut, die Seemannsgarn spinnend und Piratenlieder singend durch die Stadt ziehen. Mit einem Fackelumzug verlassen am Sonntag gegen 21.30 Uhr die Seeräuber wieder die Stadt. Den Schlusspunkt setzt um 22.40 Uhr ein zwanzigminütiges Feuerwerk über der Ostsee. Anlässlich des Piratenspektakels bietet der Stadtverkehr längere Abfahrtzeiten und ein Drei-Tage-Ticket an. Als Piraten verkleidete Kinder fahren während des Festes umsonst mit.

Piratenspektakel: Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. August, Hafen und Innenstadt. Programmflyer liegen an vielen Stellen in der Stadt aus. Internet: www.ostseebad-eckernfoerde.de

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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