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Theater mit Tabu-Thema

Eckernförde Theater mit Tabu-Thema

Eine rabenschwarze Komödie über zwei einfallsreiche, aber tolpatschige Bestatter bringt das plattdeutsche Duo Thomsen & Greve in Eckernförde auf die Bühne. Seit fünf Wochen laufen sonntags in der Pestalozzi-Schule die Proben für das Lustspiel Arven – Graven – Halleluja!. Das Duo packt die Themen Tod und Bestattungswesen an.

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Eine plattdeutsche Komödie zum Schreien: Eine Schaufensterpuppe wollten die zwei Einfaltspinsel Hermann (Joachim Thomsen, links) und sein Cousin Harald (Stephan Greve) eigentlich nicht klauen.

Quelle: Jan Torben Budde

Eckernförde. „Eigentlich gelten Tod und Bestattungswesen gerade im plattdeutschen Theater noch eher als Tabu-Themen“, räumt Autor und Darsteller Stephan Greve ein, „doch wir packen es an und bieten dem Publikum heitere Unterhaltung.“ Quasi ein Stück zum totlachen. Premiere ist am Freitag, 4. September, ab 20 Uhr (Einlass: ab 19 Uhr) in der Stadthalle Eckernförde.

 Kurz zur Geschichte: Hermann (Joachim Thomsen) hat das Bestattungsinstitut seines Vaters geerbt – zusammen mit Cousin Harald (Stephan Greve). Der Vetter ist allerdings weniger an dem Unternehmen als an den zwei Millionen Euro interessiert, die das Duo zudem noch bekommen soll. Die Erbschaft hat jedoch einen kleinen Haken: Das Geld gibt es erst, wenn die beiden es schaffen, innerhalb eines Jahres die Bestattungszahlen zu verdoppeln. Eine kniffelige Angelegenheit. Hermann und Harald zerbrechen sich die Köpfe, woher sie die zusätzlichen „Dahingeschiedenen“ nehmen sollen. Dabei kommen sie auf verrückte Ideen.

 „Was sie alles erleben, wollen wir natürlich noch nicht verraten“, sagt Greve. Nur eine kleine Kostprobe: Ein Einbruch in das vermeintliche rechtsmedizinische Institut misslingt, stattdessen landen die Deppen im Kaufhaus. Ansonsten spielt die Handlung im Büro des Bestattungsunternehmens. Im Probenraum steht daher ein Schreibtisch mit Telefon. „Die Requisiten sind gesammelte Werke“, erzählt Thomsen. Seit dreieinhalb Jahren bilden der 55-jährige Schuhmachermeister aus Eckernförde und Greve (52) aus Pratjau im Kreis Plön ein Team. Unter anderem brachten sie schon die Persiflage Fiete – Hannes – Hamlet auf die Bühne, die ebenfalls aus eigener Feder stammt. Die Komödie Arven – Graven – Halleluja hatte Greve übrigens zunächst in Hochdeutsch verfasst. „Die Aufführung auf Platt ist eine Premiere“, so der Autor. Das Duo freut sich bereits über ein gewisses Interesse an dem Stück. „Schon vier Bestatter haben Karten gekauft“, verrät Thomsen schmunzelnd.

 Eintrittskarten für die Premiere am 4. September in der Stadthalle gibt es nur bei dem Schuhmachermeister, Kieler Straße 81, in Eckernförde. Für die Vorstellungen am Sonnabend, 24. Oktober, 20 Uhr, und Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, in Carls Showpalast in Eckernförde sind die Tickets in besagter Schuhmacherwerkstatt und in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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