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Mysterium Südstrand

Eckernförder Küsten-Krimi Mysterium Südstrand

Typisch für diese Autoren: Improvisation ist Programm. So kicherte nicht nur das Publikum bei der Premierenlesung des Küstenkrimis „Strand ohne Wiederkehr“ am Donnerstag. Auch Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer erschütterte ungeplantes Lachen. Trauriges kann ja so erquicklich sein.

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Ohne Wiederkehr? Von wegen! Die Autoren Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer sind spätestens beim Gumm Prix wieder in Eckernförde – quicklebendig mit Buch und Boot. Monika Schneeweiß (von rechts) freut sich schon darauf.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Buchhandlung Liesegang in der Fußgängerzone Eckernförde ist Haus der offenen Tür. Gefühlte 35 Grad Schwüle trifft auf eiskalten Stoff. Der macht nicht nur das von Fans geliebte Ermittlerduo Rasmussen und die Brix heiß. Zwangsläufig kommt auch das Publikum wie die skurrilen Kriminalisten beim Sitzen ins Schwitzen. Eckernfördes Südstrand macht sich da gut als Bermudadreieck. Lauter Männer, die auf mysteriöse Weise abtauchen, und der Bunker-Ponyhof einer exzentrischen Verdächtigen mit Friseurberuf sorgen für erfrischende Lacher und die richtige Portion Ekel, die kühles Gänsehautprickeln erzeugt.

 Wieder baut das Autorenteam mit Wahlheimat bei Kiel und an der Schlei ganz auf Lokalkolorit. Zu Heimatgefühlen, die die Zuhörer zunächst augenzwinkernd auskosten, setzen ausgewählte Romanpassagen den sozialkritischen Kontrapunkt. Von der realen Existenz der bizarren Weltflucht des Cosplay und des Mülltauchens oder Containerns politischer Aktivisten hört mancher hier zum ersten Mal. So bekommt das Schaudern Gewicht.

 „Genau die richtige Mischung“, schwärmt in der Pause Monika Schneeweiß. Sie hat auch die Vorgänger-Krimis von Rüskamp/Neubauer genossen. Und die Dänischenhagenerin verbringt zudem einen Tag pro Woche in ihrer Lieblingsstadt. „Eckernförde wird mir auch jetzt nicht gruselig“, sagt sie und reicht den Autoren das Buch zum Signieren. Heiter wie sie erwartet das Auditorium die zweite Halbzeit, die die Spannung auf das schlimme und doch gute Ende des schrägen Krimis weiter anfeuert. Klar, dass die Fans auch dem Autoren-Aufruf folgen werden. „Kommt zum Gumm Prix!“, wirbt Neubauer, als seine Gitarre verklingt, die immer dabei ist. „Zum Gummiboot-Wettstreit am 10. Juli im Eckernförder Hafen bringen wir noch mehr Bücher mit.“

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Cornelia Müller
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