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Verstehen, was Flucht bedeutet

Projekttag der GGS Nord Verstehen, was Flucht bedeutet

Flucht nach Europa. Jedes Kind kann etwas mit dem Wort Flüchtling anfangen. Aber weshalb wollen so viele bei uns leben? Warum bleiben sie nicht in der Heimat, wenn sie dort Familie haben? Die Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde (GGS) hat dem Thema Flucht einen Projekttag gewidmet.

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Projekttag der Gemeinschaftsschule Nord in Eckernförde zum Thema Flucht in Europa: Finn Luca, Finn-Niklas, Kimberly, Elim, Rosalie und Nadine (v.l.) haben Flüchtling Mohammed Abotaleb aus dem Jemen zugehört und sind berührt. Jetzt gestalten sie Willkommensplakate mit hilfreichen Informationen.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. Vorurteile gehen nicht spurlos an Schülern vorüber. „Bedrohliche Vorstellungen werden auch in den Klassen laut“, sagt Eftychia Vitale. Die Lehrerin unterrichtet in der Schule Nord am Pferdemarkt. „Wir sprechen dann darüber, was die Schüler bewegt.“ So beschloss das Kollegium, diesmal nicht die Schüler ein Motto für den Projekttag aussuchen zu lassen, sondern es vorzugeben – mit 20 Wahlmöglichkeiten.

"Jetzt verstehe ich, warum die Flüchtlinge hier sind"

Im Kunstraum wird an Infoplakaten für Geflüchtete gebastelt. „Willkommen in Eckernförde“ heißt der Titel. „Was Mohammed erzählt hat, geht ins Herz“, berichten die Mädchen bewegt. Mohammed Abotaleb (35) ist aus dem Jemen und in Eckernförde Integrationslotse für Flüchtlinge. Er hat der Gruppe über die Situation in seiner Heimat berichtet. „Ich hatte keine Vorstellung, wie das mit den Flüchtlingen ist“, sagt Finn-Niklas (12). „Jetzt verstehe ich, warum sie hier sind.“ 25 Jugendliche ab Klasse sieben haben Gerichte aus fremden Herkunftsländern gekocht. Dass die internationale Kocherei jeden Tag stattfinden könnte, haben 20 andere Schüler herausgefunden: Ihre Umfrage ergab, dass Mitschüler aus 26 Ländern der Welt stammen. Wer hätte gedacht, dass friedliches Multi-Kulti längst Wirklichkeit ist?

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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