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Punker wird in die Schweiz verkauft

Lüfterräder-Herseller Punker wird in die Schweiz verkauft

Die Punker-Gruppe in Eckernförde soll verkauft werden. Der Schweizer Finanzinvestor Cross erwirbt die Mehrheit der Anteile von der Beteiligungsgesellschaft Quadriga Capital (Frankfurt), wenn die Kartellbehörden zustimmen.

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Geschäftsführer Henning Bähren zeigt Lüfterrädern aus Eckernförder Produktion. Die Übernahme durch Cross bezeichnet er als „positive Nachricht für die Mitarbeiter und das Unternehmen“.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Das teilten die Unternehmen am Sonntag mit. Punker, führender Hersteller von Lüfterrädern, soll mit dem neuen Eigentümer weiter in den USA und in Asien expandieren.

 Punker ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Mit knapp 300 Mitarbeitern ist das Unternehmen der größte industrielle Arbeitgeber in Eckernförde und damit auch einer der großen Industriebetriebe in der Region. Punker entwickelt und produziert Lüfterräder und berät weltweit Ventilatorenhersteller und Industrieunternehmen. Die Räder aus Eckernförder Produktion werden in Haushaltsgeräten und Großküchen eingesetzt, in Öl- und Gasbrennern, in der Klima- und Lüftungstechnik, der Landtechnik, in Autowaschanlagen und in vielen weiteren Bereichen. Punker fertigt Räder mit einem Durchmesser von vier Zentimetern bis zu einem Meter. In Eckernförde und bei der US-Tochtergesellschaft in Hickory (North Carolina) entstehen Einzelstücke, aber auch Serien von bis zu einer Million Stück pro Jahr.

 Finanzinvestoren sind immer Eigentümer auf Zeit. Dass Quadriga sich nach nunmehr mehr als sieben Jahren von Punker trennt, kommt daher nicht überraschend. „Wir sehen die Übernahme durch Cross als positive Nachricht für die Mitarbeiter und das Unternehmen“, sagte Punker-Geschäftsführer Henning Bähren den Kieler Nachrichten. Der Schweizer Investor unterstütze voll die Strategie des Unternehmens. Und er bringe über seinen Beirat industrielle Kompetenz mit ein, so dass er auf neue Ideen und Inspirationen hoffe, sagte Bähren. Cross bezeichnet sich wie Quadriga auch als langfristiger Investor. Das Unternehmen investiere in „führende und profitable Mittelstandsunternehmen in wachstumsstarken Branchen“. Cross ist in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland tätig.

 Cross erwartet auf den Märkten, in denen Punker aktiv ist, in den kommenden Jahren ein nachhaltiges Wachstum, insbesondere in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Das Unternehmen habe eine Reihe von „Alleinstellungsmerkmalen“ wie die Langlebigkeit, Energieeffizienz und den geringen Geräuschpegel seiner Produkte und könne daher vom Marktwachstum ganz besonders profitieren, sagte Michael Petersen, geschäftsführender Partner der Cross Equity Partners AG (Pfäffikon/Schwyz).

 Die Eckernförder haben im vergangenen Jahr den Umsatz von knapp 35 auf 37 Millionen Euro gesteigert; auch im laufenden Jahr halte Punker den Wachstumskurs, sagte Bähren. Mit dem Aufbau von Niederlassungen in den USA (2011/12) und in China (2014) hat man in den vergangenen Jahren die Internationalisierung vorangetrieben. Diese Märkte und weitere in Asien sollen mit Hilfe des neuen Eigentümers künftig noch intensiver erschlossen werden. Mittelfristig sei er Aufbau einer eigenen Produktion in China denkbar, so Bähren. Punker wurde 1954 gegründet. Das Unternehmen begann mit dem Import und Vertrieb von Ölbrennergehäusen und Zubehör. Bereits zwei Jahre später wurde in Eckernförde eine eigene Produktion aufgebaut; hergestellt wurden schon damals neben anderen Teilen für Ölbrenner auch Lüfterräder.

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