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Der erste Whisky aus dem Wohld

Private Brennerei Der erste Whisky aus dem Wohld

Auf diese Nachricht haben viele Whiskyfans im Dänischen Wohl gewartet. Brenner Ralf Stelzer aus Altenhof hat sein am 25. Januar 2013 befülltes 50-Liter-Fass geleert. Damit gibt es jetzt den ersten im Dänischen Wohld produzierten Whisky.

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Die drei Jahre Reifezeit im Fass sind vorbei. Ralf Stelzer aus Altenhof präsentiert seinen Isarnhoe-Whisky.

Quelle: Rainer Krüger

Altenhof. 105 Halbliter-Flaschen hat der 53-Jährige abgefüllt. Isarnhoe-Whisky heißt die Marke. „Isarnhoe war der Wald, der im Mittelalter den größten Teil des Dänischen Wohldes bedeckte“, klärt Stelzer auf. Auch die Abfüllung hat einen eigenen Namen. Er lautet Stella Nova, auf Lateinisch: der neue Stern. Mit Bezeichnungen für kleine Produktionsmengen sieht sich Stelzer in guter Gesellschaft: „Bei schottischen Herstellern gelten Einzelfassabfüllungen als Qualitätsmerkmal.“

 Geschmacklich setzt er auf die eigene Note. „Anders als beim Scotch habe ich nicht Gerste, sondern Roggen verwendet“, erklärt er. Mit dieser Getreideart orientiert er sich an Traditionen in den USA. „Bevor dort der Bourbon auf Maisbasis aufkam, wurde mit Roggen gebrannt.“ Doch das Getreide allein ist nicht alles. Auch der zur alkoholischen Gärung eingesetzte Hefetyp beeinflusst den Geschmack und das Fass, in dem der Whisky lagert. „Hier war es ein Bourbon-Fass aus amerikanischer Weißeiche“, so Stelzer.

 Der Geschmack seines ersten Whiskys: „Stella Nova ist ein milder Whisky, der auch fruchtige Noten hat. Dazu gehört auch ein Duft nach Pflaume“, findet er. Bei einer Probe bei einem Kieler Whisky-Stammtisches seien die Leute von der Abfüllung mit 46 Prozent Alkohol beeindruckt gewesen. „Je kleiner das Fass ist, desto schneller reift der Whisky“, erklärt er.

 45 Euro kostet eine Flasche. „Die meisten sind vorbestellt. Es gibt noch einen Rest von etwa 20“, sagt er. Die Nachfrage kommt aus der Region, aber auch von Touristen, freut sich der Altenhofer. 2009 begann er mit dem Aufbau seiner Destillerie. „Damals war es nur ein Raum in meiner Schmiede“, so Stelzer. Zunächst produzierte er Beerenobstgeiste und Aquavit. Nach und nach gewann die Destillerie mehr und mehr Raum, sodass Stelzer vor zwei Jahren beruflich von Schmied auf Brenner umsattelte. Seines Wissen nach war er 2013 der erste, der in Schleswig-Holstein einen Whisky brannte.

 Auf die nächste Isarnhoe-Whisky-Abfüllung muss nicht wieder drei Jahre gewartet werden. Schon im April wird das nächste Fass aufgemacht. Es hat 225 Liter Inhalt, allerdings Dinkel-Whisky. Diese Charge will Stelzer am 7. und 8. Mai auf der 14. Kieler Whiskymesse vorstellen. Allerdings sind auch dann noch Fässer verschlossen. „Gut Ding hat Weile“, sagt Stelzer. Er kann sich auch Isarnhoe-Whisky mit mehr als drei Jahren Mindestreifezeit vorstellen.

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