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Mit zu viel Tempo unterwegs?

Osdorf Mit zu viel Tempo unterwegs?

Im Osdorfer Bauausschuss rauchten am Mittwochabend die Köpfe: Es ging erneut um die Sanierung des Kanalnetzes in der Gemeinde. Nach langer Diskussion fiel der Beschluss, die ersten Schmutz- und Regenwasserleitungen noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen.

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Ausbau des Tempo-30-Bereiches in der Noerer Straße in Osdorf? Dieses Thema kam im Bauausschuss zur Sprache.

Quelle: Budde

Osdorf. Bürgermeister Joachim Iwers (WgO) nannte auf Nachfrage Pappelweg, Schmiederedder und Zur Kronsau als Beispiele für Straßen, bei denen diese „Sofortmaßnahmen“ notwendig seien.

 Wo Reparaturbedarf im Osdorfer Kanalnetz besteht, erläuterte Gerhard Schimming vom Fachbüro EDS-Planung gleich zu Beginn der Sitzung. Schon vor Monaten waren die Leitungen gespült und gefilmt worden, um kaputte Stellen zu finden (wir berichteten). Nach Darstellung des Ingenieurs sind Sanierungsarbeiten in geschlossener (Inliner-System) und offener Bauweise notwendig. Für die zweite Variante müssten Straßen aufgerissen werden, wie Ausschussvorsitzender Bernhard Wölki erklärte. Zudem gibt es auch kurz- und mittelfristig notwendige Reparaturen. Diese Arbeiten sollen nach Vorstellung des Ausschusses im kommenden Jahr erfolgen.

 Und die Kosten? Die Kalkulation von Schimming wies eine Gesamtsumme von rund 1,1 Million Euro aus – ohne Planungskosten. Wölki rechnet daher unterm Strich mit 1,3 bis 1,4 Millionen Euro. Die höhere Schätzung – vor Wochen war noch von rund einer Million Euro die Rede – führte der Ausschussvorsitzende auf eine erneute Prüfung der Schadensbilanz zurück. Wie sich die Sanierung des Kanalnetzes auf die Gebühren auswirkt, muss die Amtsverwaltung Dänischer Wohld noch ermitteln. In der Gemeinde wird von einer Erhöhung ausgegangen.

 Eine rege Diskussion löste ein Vorschlag von Günter Baasch (CDU) aus. Wegen der Raser sollte nach seiner Ansicht der Tempo-30-Bereich in der Noerer Straße ausgeweitet werden, sodass Fahrer gleich nach dem Abbiegen von der L 45 (Hauptstraße/Weberberg) auf die Bremse treten müssen. Wölki sträubte sich zwar nicht, war aber skeptisch: „Gerade Anwohner fahren dort schneller als erlaubt.“ Es gab Widerspruch: Auch landwirtschaftliche Fahrzeuge seien dort schneller unterwegs als erlaubt. Jetzt soll der Bürgermeister die Idee bei der Verkehrsschau mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde am 17. Juni vorbringen.

 Zudem sprach sich der Ausschuss für die Erneuerung einer Fußgängerbrücke an der Kronsau aus. Laut Iwers soll der Übergang eine Betonoberfläche erhalten und verbreitert werden. Künftig könnte die Brücke am Wanderweg nach Austerlitz dann auch von Pferd und Reiter genutzt werden. Kosten: 4000 bis 4500 Euro.

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