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Wie viel Tourismus ist verträglich?

Fremdenverkehrskonzept Wie viel Tourismus ist verträglich?

Das Geschäft mit den Urlaubern boomt in Eckernförde. Mit steigender Wertschöpfung wachsen aber auch die negativen Auswirkungen des Fremdenverkehrs. Sind die Ziele des Tourismuskonzepts 2007 erreicht oder sogar übertroffen? Auf CDU-Antrag spricht sich der Rat für eine Fortschreibung der Studie aus.

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Touristen beleben die Wirtschaft, das wachsende Urlaubergeschäft schafft aber auch Probleme. Eine neues Fremdenverkehrskonzept soll Kompass für die künftige Entwicklung sein.

Quelle: Jan Torben Budde

Eckernförde. Von zehn Jahren sah alles noch anders aus. Damals attestierten die Gutachter dem Ostseebad „kein zukunftsfähiges Angebot für Strand- und Badeurlauber“. Es gab weniger Gäste, weniger Unterkünfte und ein mäßiges gastronomisches Angebot. Vieles hat sich geändert: Die Übernachtungen stiegen von 130000 auf 230000 Euro, die Wertschöpfung verdoppelte sich fast auf 65 Millionen Euro. Es gibt mehr und bessere Unterkünfte, das Ostseebad vernetzte sich mit der Region.

Eine Erfolgsgeschichte. Doch inzwischen seien auch kritische Stimmen zu hören, gab Katharina Heldt (CDU) zu bedenken. Das umstrittene Exer-Hotel, die Verknappung von Wohnraum durch Ferienwohnungen, die Vielzahl an Veranstaltungen. „Grenzenloses Wachstum wird es nicht geben“, so Heldt. Eine vielfältige Innenstadt sei nicht nur für Touristen da, außerhalb der Saison dürften die Bürgersteige in Eckernförde nicht hochgeklappt werden, mahnte sie. Die Fortschreibung des Tourismuskonzepts soll helfen, neue Wege zu gehen. „Und dabei wollen wir die Bürger beteiligen.“

Martin Klimach-Dreger (SPD) bekräftigte: „Die Konzeption muss von der Bevölkerung getragen werden, sonst fühlt sich der Besucher bei uns nicht willkommen“. Edgar Meyn (Grüne) stimmte mit ein. Die Frage müsse geklärt werden: Ist das Tourismusziel erreicht oder überschritten? Genauer: „Wie viel Tourismus verträgt Eckernförde?“

In einer von der SPD leicht abgeänderten Formulierung lautet der mehrheitlich gefasste Beschluss jetzt so: Zunächst bewertet die Eckernförde Touristik & Marketing GmbH das Erreichte, dann werden die Ergebnisse in den Gremien präsentiert. Anschließend soll das Tourismuskonzept mit externer, professioneller Begleitung und unter Beteiligung von Verwaltung, Touristik, Politik, Wirtschaft und Bürgern fortgeschrieben werden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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