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"Outsider" und "Red" waren Gewinner

Pantaenius Skagen Rund "Outsider" und "Red" waren Gewinner

Die Regatta Pantaenius Rund Skagen verlangt Durchhaltewillen. Nach über 47 Stunden lief die „Outsider“ mit Bo Teichmann (Kappeln) Mittwoch in Strande ein. 42 Jachten waren Pfingstmontag auf Helgoland gestartet. Donnerstag Früh quälten sich bei Fast-Flaute „Red“ und „Aquis Granus“ ins Ziel.

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Wenige Meter noch bis zur gelben Zieltonne: "Outsider" ist im positiven Sinne bereits außen vor. Die nächste Jacht, die "Red", wird rund 15 Stunden später hier sein.

Quelle: Sven Jürgensen

Strande. „Geschafft! Wir sind happy“, jubelt Skipper und Steuermann Teichmann, als er am Mittwoch drei Minuten vor 16 Uhr über die Ziellinie vor der Hafeneinfahrt Strande segelt. Damit ist der Offshore-Racer, der für den Kieler Yacht-Club (KYC) angetreten ist, einsam an der Spitze. Genau 47 Stunden und 37 Minuten hat die „Outsider“ für die 512 Seemeilen gebraucht - und wurde Siegerin in ihrer Klasse. Die längste deutsche Hochseeregatta ist Abschluss der Nordseewoche von Helgoland.

Der „Red“ von Mathias Müller von Blumencron (Hamburg) steht da die Nerven aufreibendste Etappe noch bevor. Der Wind dreht auf Ost und flaut drastisch ab. Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr läuft das zwölf Meter lange Schiff ins Ziel ein, nach rund 63 Stunden auf See - der erste Platz in der zugehörigen Klasse. Skipper und Steuermann Müller von Blumencron wie seine drei Mitstreiter strahlen, als sie zum Frühstück ins KYC-Restaurant Strande marschieren.

„Vielleicht sind wir auch nach der Gesamtwertung in unserer Klasse vorn“, hoffen sie. Auf jeden Fall hat es der Crew Riesenspaß gemacht. Der Skipper: „Wir hatten alles dabei: Starkwind, heftige Böen, ruppige See ab Helgoland, guten Wind, Herausforderungen durch Strom und Landabdeckung in der Ostsee, vor allem im Belt. Das Härteste aber waren die zwei Meilen vom Leuchtturm Bülk bis zum Ziel. Zwei Stunden hat es gedauert. Jeder Schwimmer wäre schneller gewesen bei dieser Flaute. Da lagen die Nerven fast blank, weil das Feld hinter uns ja noch Wind hatte. Rund Skagen ist immer ein spannendes, anspruchsvolles Rennen.“

Hier finden Sie Fotos der Segler in Strande.

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Auch die „Aquis Granus“ mit Steuermann Robert Rohde (Akademischer Segler-Verein RWTH Aachen) hat gegen Ende Mühe voranzukommen. Am späten Vormittag ist sie im Ziel. Glücklich macht die Crew der 52-Fuß-Jacht an der Ostmole fest. Dirk Hilcken aus dem Haus Pantaenius weist sie ein und gratuliert zu der Leistung, die diese Hochseeregatta jedem Teilnehmer abverlangt. Das Feld der übrigen 37 zieht sich jetzt noch von Langeland fast bis Aarhus. Zwei mussten wegen technischer Probleme aufgeben. „Etliche werden vermutlich erst am heutigen Freitag einlaufen“, schätzt er. „Gleichwohl liegen einige der Jachten, die noch weit entfernt sind, nach der Wertung in ihrer Klasse vorn.“ „Es bleibt also auch für uns spannend“, bestätigen Birgit Müller-Petermann, Dierk Müller, Josuha und Gesche Boehlich. Sie sind die ehrenamtliche Landcrew, die in Vier-Stunden-Schichten vor der Hafeneinfahrt Tag und Nacht wacht. Sie geben das erlösende Signal, wenn wieder eine der zähen Mannschaften mit ihrem Racer die Ziellinie durchsegelt. Und sie strahlen dabei genauso wie die Segler.

Live-Tracker des Sponsors Pantaenius: http://pantaenius.de/de/home/rund-skagen-2016/live-race-tracking.html

Ergebnisse: www.nordseewoche.org

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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