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SWE lassen die Leitungen flutschen

Rohre von der Rolle SWE lassen die Leitungen flutschen

Regelrecht von der Rolle war das Bauteam der Stadtwerke Eckernförde und der Bayrischen Fima Primus Line am Mittwochnachmittag an der Ecke Feldweg/Prinzenstraße. Aus guten Grund: Die Fachleute zogen ein dickes Faltrohr in die alte Hauptversorgugnsleitung des Wasserwerks ein - und zwar von der Rolle.

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Die neue Haupttransportleitung des Wasserwerks am Feldweg in Eckernförde wird einfach ins alte Rohr eingezogen - von der Rolle. Tjark Suhr (SWE), Frank Colditz (Primus Line) und Florian Schäfe (SWE, v.l.) führen die zusammengefaltete starke Leitung in die Baugrube.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. „Rollt mal eben das Rohr ab!“, könnte das neue Motto der Stadtwerke Eckerförde (SWE) heißen. Tjark Suhr, Frank Colditz und Florian Schäfe (v.l.) führten eine U-förmig gefaltete Kunststoff-Leitung von der Rolle in die tiefe Baugrube. Unten sorgten die Techniker Olaf Szallies und Maik Trommler dafür, dass sie ins dicke alte Wasserrohr flutscht.

Dieser Eingriff ins Wassernetz des Wasser- und Energieversorgers ist spektakulär, weil er im Norden noch nicht oft zum Einsatz gekommen ist. Die Bayrische Firma Primus Line zieht – erstmals in dieser Region – ihr patentiertes Kunststoffrohr die sanierungsbedürftige, 450 Meter lange Haupttransportleitung vom Wasserwerk Feldweg ein. Später wird der feste Schlauch mit Kevlar-Schicht mittels Druckluft zum Rohr aufgeblasen.

„Wir sparen so sechs Monate Arbeit in offener Baugrube, die die Anlieger nerven würde“, erläuterte SWE-Chef Dietmar Steffens. Das Verfahren von Primus Line, das auch Ölkonzerne und Gasunternehmen für Rohrsanierungen nutzen, verkürzt die Bauzeit der SWE „auf sechs Wochen und spart von 500000 Euro Kosten mindestens die Hälfte“, weiß Volker Carstensen, technischer Leiter der SWE. Vertreter der Stadtwerke Kiel und von Hamburg Wasser sahen sich das mit an. „Wir haben starkes Interesse an dem tollen Verfahren“, bestätigten Volker Thiele und Michael Hallbauer aus der Hansestadt.

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Rohr-in-Rohr-Verfahren.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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