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Bei „Äppelbo“ singen alle mit

Folkfest Neu Duvenstedt Bei „Äppelbo“ singen alle mit

Beim Mai-Folkfest am Kolonistenhof begrüßten am Wochenende rund 3000 Menschen den Lenz. Bessere Wetterbedingungen hätten sich die Organisatoren für das große Open-Air-Geschehen nicht wünschen können. Mehr als 20 Gruppen und Einzelmusikanten spielten ohne akustische Verstärkung.

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Zum Abschluss des Mai-Folkfests finden sich Bands und Einzelmusiker zu einem Orchester auf der Bühne zusammen (Foto li.). Frederik und Jasmin Krämer, ihre Schwester Gesine Krämer (im rechten Bild hinten v. hinten li.) sowie Lily und Emely (rechts) aus Eutin genießen die Musik.

Quelle: Birgit Johann

Neu Duvenstedt. Die Besucher strömten aus ganz Schleswig-Holstein in die Hüttener Berge, um die ausgelassene Stimmung und die Klänge zu genießen: irischen Folk, schwedische Volkstänze, Blues und auch mal ein deutsches Volkslied.

 Die Musik spielte nicht nur auf den beiden Bühnen, der Remise des Kolonistenhofs und einem Zelt, sondern es fidelte, klampfte und flötete aus allen Ecken. Äppelbo, eine bekannte schwedische Polka, durchzog den Tag wie ein roter Faden. Auch die Gruppe Akkerboom Spelmanslag aus Kiel spielte das Stück – an einem Holztisch im Grünen.

 „Einfach toll ist es hier“, fanden Jasmin und Gesine Krämer aus Eutin. Die 28 und 26 Jahre alten Schwestern lagen entspannt auf dem Rasen unter einem zum Sonnenschutz umfunktionierten Regenschirm, neben ihnen Jasmin Krämers Ehemann Frederik und die Mädchen Lily (6) und Emely (4). „Die beiden haben wir uns für heute ausgeliehen“, berichtete Jasmin Krämer augenzwinkernd. Auch sie selbst und ihre Schwester hätten schon als Kinder regelmäßig an den Folkfesten in Rixdorf bei Plön teilnehmen dürfen. Doch das Motto In Rixdorf ist Musike gehört seit 2014 der Vergangenheit an. Am 1. Mai 2015 hatte der Kolonistenhof in Neu Duvenstedt die Nachfolge angetreten.

 Die Verkehrssituation war diesmal entspannter. Die Autofahrer hielten sich an die Parkverbote an der Zufahrtsstraße und nutzten die ausgeschilderte große Wiese hinterm Kolonistenhof.

 Das oben erwähnte Lenz-Lied stimmte übrigens die heimische Gruppe Hüttenfolk um Franz-Reinold Organista an. Er bildete gemeinsam mit Kolonistenhofleiter Thomas Hirsch und Joachim Krämer das Veranstalterteam und freute sich über die „spitzenmäßige Resonanz“. Kurz darauf spielte er schon wieder mit Gitarre, Mundharmonika und Bass auf der Bühne, der Kieler Saxofonist Helge Kneipert gesellte sich spontan dazu. Als die Zeit sich dem Ende zuneigte, sammelten sich Gruppen und Musiker zum dritten Mal zu einem großen „Folkester“ auf der Remisen-Bühne. Äppelbo erklang ein letztes, langes Mal, und in die Zeile „Will the circle be unbroken“ stimmten alle ein.

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