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L44 bei Osdorf wird ab Juli saniert

Sanierungsplan L44 bei Osdorf wird ab Juli saniert

Wie oft rümpfen Autofahrer die Nase, wenn ihr Pkw über eine Holperstrecke ruckelt. Jetzt investiert das Land in Straßen und Brücken im Raum Eckernförde. Zu den Sanierungsfällen gehört die Landesstraße 44 zwischen Osdorf und Gettorf, die ab Juli an der Reihe ist.

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Die Landesstraße 44 zwischen Gettorf und Osdorf wird saniert.

Quelle: Jan-Torben Budde

Osdorf/Gettorf. Die Baukosten liegen laut Kieler Verkehrsministerium bei 480000 Euro. Die Mittel stammen aus dem „Sondervermögen Straßensanierung“, das von der Landesregierung 2013 eingerichtet wurde. Doch die Folge ist nicht nur Freude, sondern auch Verwunderung. Ist die L 44 ein Notfall?

 „Bei dem insgesamt enormen Sanierungsstau unserer Straßen und Radwege sollten doch die dringendsten Fälle zuerst bearbeitet werden“, fordert Michael Pezenburg aus Osdorf. Er räumt zwar in einer Zuschrift an die Redaktion ein, dass die Strecke durchaus Mängel aufweise. „Sie sind aber gegenüber anderen Straßen mit relativ geringem Reparaturaufwand noch für ein bis zwei Jahre über Wasser zu halten“. Als katastrophal bezeichnet Pezenburg dagegen die Kreisstraße zwischen Osdorf und Felm („eine Materialprüfung für Stoßdämpfer“). Ebenso sieht er eher Handlungsbedarf auf dem Radweg („unzumutbar für die Bandscheiben“) entlang dieser Strecke. Sein Vorschlag lautet: „Vielleicht sollten die entscheidenden Volksvertreter und Beamten in einem eigenen praktischen Fahrversuch beide Straßen beziehungsweise Radwege einmal miteinander vergleichen.“

 Warum wird ausgerechnet die L 44 saniert? „Die Straße ist dran“, ist Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr überzeugt. Er betont zudem die Dringlichkeit. Denn in welchem Zustand die L 44 tatsächlich ist, könne der Autofahrer gar nicht erkennen. Die Expertise einer Fachfirma untermauere jedoch die Notwendigkeit einer Sanierung. Eine Kontrolle mit Hilfe von Bohrungen bis in den Unterbau der Straße lieferte dem Rendsburger Niederlassungsleiter zufolge den Beweis, dass Risse die Stabilität gefährdeten. Paraknewitz: „Wir wissen schon, was der nächste Winter anrichten würde.“ Werde jetzt nicht gehandelt, würden die tieferen Schichten zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach Aussage des Diplom-Ingenieurs wären dann letztlich noch höhere Kosten die Folge. Deshalb sollen die beiden oberen Asphaltschichten der L 44 abgetragen werden, um die Straße mit einer neuen Decke dann wieder in einen angemessenen Zustand zu bringen.

 Baulastträger – also Eigentümer - der L 44 ist das Land, das grünes Licht für eine Sanierung der Straße zwischen Gettorf und Osdorf gab. Es stellt besagte Landesmittel bereit. Bei der Strecke zwischen Osdorf und Felm handelt es sich jedoch um eine Kreisstraße, so Paraknewitz, also einen anderen Baulastträger. Aber warum steht nun ausgerechnet dieser etwa zwei Kilometer lange Streckenabschnitt so weit oben in der Prioritätenliste? Laut Paraknewitz spielen dabei zwei Kriterien eine Rolle: die Bedeutung im regionalen Verkehrsnetz und die Verkehrsmenge.

 Wie geht es nun weiter? Zunächst solle ab 4. Juli der Radweg entlang der L 44 saniert werden, so der Niederlassungsleiter. Anschließend, voraussichtlich ab 11. Juli, beginnen die Arbeiten an der Fahrbahn. Die Verkehrsteilnehmer müssen sich dann auf eine Vollsperrung der L 44 sowie eine Umleitung einstellen. Der Auftrag an die Firma sei noch nicht erteilt, so Paraknewitz. Deshalb hält er sich mit Aussagen zum voraussichtlichen Abschluss der Sanierungsarbeiten noch zurück.

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