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Mal ein Euro, mal 50 Cent

Eckernförde Mal ein Euro, mal 50 Cent

Ende Juni ist sie gestartet, die Aktion „Parken & Shoppen“ in der Eckernförder Innenstadt. Kunden können in 40 Geschäften einkaufen und beim Bezahlen ihr Parkticket vorzeigen. Wenn der Einkauf eine bestimmte Summe überschreitet, wird ein Rabatt gewährt. Die Höhe dieses Rabatts und auch den Mindesteinkaufswert legen die Geschäfte selbst fest. So wird ein Euro auf einen Einkauf ab zehn Euro erstattet, manchmal sind es auch 50 Cent ab einem Einkauf von 25 Euro.

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Heinz Peter Sondermann (links) hat heute zum ersten Mal seinen Parkschein vorgezeigt und von Dirk Schreiber Rabatt auf seinen Einkauf erhalten.

Quelle: Anne Steinmetz

Eckernförde. Die Stimmung unter den teilnehmenden Eckernförder Geschäftsleuten ist gut sechs Wochen nach Einführung des neuen Parkrabatts durchwachsen. Besonders groß sei die Resonanz unter den Kunden nicht, sagen viele. Einige spüren schlicht gar keine Resonanz, obwohl das Plakat der Aktion gut sichtbar an der Ladentür klebt.

„Bei mir hat noch kein einziger Kunde seinen Parkschein vorgezeigt“, sagt Azar Moshiri. Sie ist die Inhaberin des Teegeschäfts Tea Time am Eckernförder Ochsenkopf. „Vielleicht liegt es daran, dass viele bei mir nur Kleinigkeiten kaufen und nicht über den Wert des Mindesteinkaufs von 20 Euro kommen“, überlegt sie.

Auch in der Buchhandlung am Gänsemarkt von Gerd Kieckbusch haben sich die Anfragen nach Rabatt wegen des Parktickets bisher in Grenzen gehalten. Dennoch ist er von der Notwendigkeit der Aktion überzeugt. „Das haben wir dringend gebraucht, um das Einkaufen in der Innenstadt zu erleichtern“, sagt der Buchhändler. „Aber es scheint einfach noch nicht so bekannt zu sein, dass es diese Möglichkeit der Erstattung gibt.“

Viele Kunden reagieren irritiert auf die Frage, ob sie ein Parkticket gelöst haben und deshalb auf Rabatt bei ihrem Einkauf spekulieren. Auch am Parkscheinautomat haben nur wenige von dieser Art der Kostenerstattung gehört – und das obwohl auch hier ein Plakat der Aktion klebt, das die nötigen Schritte erläutert. Magdalene Teckert aus Meppen hat den Aufkleber gründlich gelesen und freut sich: „Ich gehe jetzt Einkaufen und werde dann an der Kasse meinen Parkschein vorzeigen.“

Dirk Schreiber, Geschäftsführer der Spielhandlung Carstensen, hält es für notwendig, „Parken & Shoppen“ bekannter zu machen. In seinem Geschäft fragen häufiger Kunden wegen ihres Parkscheins nach einem Rabatt. Als schleppend empfindet er das Anlaufen der Aktion dennoch. „Vielleicht müssen wir als Geschäftsleute uns noch mal zusammensetzen und Handzettel entwerfen, die dann verteilt werden oder dem Einkauf beiliegen“, überlegt er.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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