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Seltener Nachwuchs im Tierpark

Gettorf Seltener Nachwuchs im Tierpark

Großer Erfolg für den Tierpark Gettorf. Dem Zoo gelang eine seltene Schopfmakakennachzucht. Diese Tierart gehört zur Familie der Meerkatzenverwandten, die auf der indonesischen Insel Sulawesi beheimatet ist. Nach Auskunft von Biologin und Tierpark-Kuratorin Gabriele Ismer wird die Primatenart auf der roten Liste in der höchsten Schutzstufe „kritisch bedroht“ geführt. In Deutschland werden Schopfmakaken nur in zwei Tierparks erfolgreich gezüchtet – in Gettorf und im Vivarium in Darmstadt.

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Schopfmakaken-Weibchen Kendari passt gut auf ihren neugeborenen Nachwuchs auf, der Mitte Juli mit zarter, rosafarbener Haut zur Welt kam.

Quelle: Tierpark Gettorf

Gettorf. Die drei Gettorfer Schopfmakakenweibchen mussten sechs Jahre warten, bis für sie über das internationale Zuchtbuch ein geeigneter Mann gefunden wurde. Als am 16. Oktober 2014 endlich Männchen Malino aus dem Durell Wildlife Park Jersey in Gettorf eintraf, war die Freude groß. „Gleichzeitig stieg die Spannung, ob er seiner Aufgabe zum Erhalt dieser stark bedrohten Tierart gerecht werden würde“, berichtet Ismer.

Zweifel daran kamen nach einem halben Jahr. Malino hatte sich gleich zu Beginn sehr intensiv mit dem ältesten Weibchen Kendari beschäftigt. Bei einer Tragzeit von etwa sechs Monaten hätte sich da langsam etwas tun müssen. Andererseits, so Ismer, gab es Grund zu gewissen Hoffnungen, denn Kendari zeigte eine erkennbare Zunahme von Rundungen, die von manchen Pflegern nicht allein der guten Futterversorgung der Makaken zugeschrieben wurde.

Am 19. Juli wurden sie dann in ihrer Meinung bestätigt: Kendari trug ein nagelneues kleines Baby unter dem Bauch – wie alle neugeborenen Schopfmakaken noch mit rosiger Haut und ohne die namensgebende Haartolle auf dem Kopf. Nach eingehenden Beobachtungen war schnell klar, dass es sich um einen kleinen Jungen handelt.

Und Malino? „Der fühlt sich als stolzer Vater, verteidigt seinen Erstgeborenen heftig vor allzu neugierigen Blicken und sorgt hoffentlich dafür, dass auch die beiden anderen (momentan noch etwas eifersüchtigen) Weibchen Naomi und Kiribati bald etwas Eigenes zum Begöschern haben“, teilte die Tierpark-Kuratorin mit.

Die Schopfmakaken sind nicht die einzige junge Tierfamilie in Gettorf. Bei den Berberaffen sind drei Jungtiere zu beobachten, die mit ihren zwei Monaten bereits die ersten eigenen Geh- und Kletterversuche ohne mütterliche Unterstützung starten. Auch die vier Anfang Mai geborenen Nasenbären wagen ausgedehnte Klettertouren über die Anlage. Schließlich sind auch bei den wolligen Alpakas in den letzten zwei Wochen noch zwei Kleine geboren worden. bki

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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