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Schüler gründen Genossenschaft

Rauteck Schüler gründen Genossenschaft

Das hat Seltenheitswert: Aus einer Schüler-Firma wird eine richtige Firma. 99 Tage nachdem das Eckernförder Junior-Unternehmen Rauteck Europameister der Schüler-Firmen wurde, gründeten zwölf der ursprünglich 24 Aktiven die Genossenschaft Rauteck.

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Ein Prost auf die Gründung der Rauteck Genossenschaft mit Gründungsberater Joachim Burgemeister (links) und dem Vorstand Bendix Sibbel (rechts) und Jon-Vincent Drewes.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Jetzt wollen sich die Jungmannschüler, die kurz vor ihrem Abitur stehen, mit ihrer Idee von Produkten aus dem Autorecycling auf dem freien Markt bewähren.

Sektkorken knallten, als die Satzung für die Genossenschaft unterschrieben war. Als Pate stand Joachim Burgemeister zur Seite, Gründungsberater des Genossenschaftsverbands. Seines Wissens ist es ein seltener Fall, dass sich aus einer Schüler-Firma eine richtige Genossenschaft gründet. Er lobte die zwölf jungen Mitglieder der ersten Stunde im Alter von 17 bis 19 Jahren für ihren Mut, ein eigenes Unternehmen ins Leben zu rufen. Mit dem Modus von einer Stimme pro Mitglied hätten sich die Schüler zudem eine sehr demokratische Rechtsform gegeben.

Nachdem sich die Schüler-Firma vor wenigen Monaten auflöste, soll es jetzt weitergehen. Mit Jon-Vincent Drewes und Bendix Sibbel als Vorstand sowie zehn weiteren Mitstreitern. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft will die Genossenschaft Rauteck durchstarten. Dabei konzentriert sich das frisch gegründete Unternehmen zunächst auf den Förde Öffner, den aus einer Autogurt-Schließe hergestellten Flaschenöffner. Neben der Raw-Edition und dem Öffner „mit Sti(e)l“ soll nun auch der Gastro-Öffner mit Alu-Griff in Serie gehen. Als Produktions-Partner hat Rauteck die Werkstatt Kompass ’98 für Menschen mit psychischen Behinderungen an seiner Seite. So bleibt noch Zeit für die Schule.

Neben den Wettbewerbs-Erfolgen ermunterten bislang über 1400 verkaufte Förde Öffner sowie 200 Taschen (aus Autogurten) die Jungmannschüler zum Weitermachen. Künftig wollen sie sich im regionalen Markt ein Standbein schaffen und, so Jon-Vincent Drewes, offensiver an potenzielle Geschäftskunden herantreten. Nach Weihnachten, kündigt Bendix Sibbel an, sollen dann neue Produkte entwickelt werden. Doch zunächst steht für die jungen Rauteck-Genossen noch das Abitur vor der Tür.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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