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Schulverband feierte sich

Jubiläum Schulverband feierte sich

Die Leistungen des Schulverbandes Osdorf/Felm/Noer sind mit einer glatten Eins zu bewerten – auch nach 50 Jahren. Darüber waren sich alle Gratulanten, die am Mittwochabend zum Jubiläumsempfang nach Osdorf gekommen waren, einig.

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„Der Rabe, der anders war: Mit einer gelungenen Aufführung (in der Hauptrolle die zehnjährige Sarah Träger) unterhielt die vierte Klasse die Festbesucher. Zu ihnen gehörten auch die Ehemaligen Dieter Kasten (38 Jahre lang Hausmeister), Liese-Lotte Huth (Konrektorin von 1966 bis 1989) und Wolfgang Kruska (Schulleiter von 1979 bis 2004; Foto rechts, v.li.).

Quelle: bki

Osdorf. In seiner Festrede erinnerte Verbandsvorsteher Jens Hansen an den 29. Juni 1966, als die Gemeinden Osdorf und Noer – Felm kam erst später hinzu – das Konstrukt aus der Taufe hoben. Osdorfs Bürgermeister Hans Ohms wurde damals zum Vorsitzenden gewählt, sein Amtskollege Siegfried Busche aus Noer zum Stellvertreter. „Eine Besonderheit ist die Trägerschaft über die Grenze zweier Ämter hinweg“, sagte Hansen und begrüßte als oberste Repräsentanten die Amtsvorsteher Kurt Arndt (Dänischer Wohld) und Sönke Paulsen (Dänischenhagen). Beide wiesen auf die Bedeutung der Grundschulen für den ländlichen Raum hin, Paulsen nannte die Gründung des Schulverbandes eine „weise Entscheidung“.

 Noers Bürgermeisterin Sabine Mues, die in Osdorf zur Schule ging, sprach von einem Erfolgsmodell. Über Gemeindegrenzen hinweg habe sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt. Angesichts des demografischen Wandels prophezeite der Vorsteher des Schulverbandes Gettorf und Umgegend, Hans-Ulrich Frank, die Notwendigkeit einer noch engeren und flexibleren Zusammenarbeit, um die Schulvielfalt zu erhalten.

 Zumindest, was die Grundschule in Osdorf und ihre Außenstelle in Felm, betrifft, konnte Schulrat André Berg Entwarnung geben. Ab dem Sommer 177 Schüler und damit deutlich mehr als im laufenden Schuljahr – „bei diesen Zahlen bleiben die Standorte erhalten“, versicherte der Schulrat. Osdorf verfüge über eine sehr gute geführte Schule, und Felm sei „ein wunderbares Beispiel dafür, wie jahrgangsübergreifender Unterricht klappen kann“.

 50 Jahre bei der Stange zu bleiben – „die Briten haben das nicht geschafft“, sagte Osdorfs Bürgermeister Joachim Iwers in Anspielung auf die aktuellen Entwicklungen in der Europäischen Union. Iwers sang ein Loblied auf die interkommunale Zusammenarbeit und unterstrich, dass die Turnhalle ohne die Trägerschaft des Schulverbandes offenbar nie hätte gebaut werden können.

 Schule unterliege von jeher großen Veränderungen, sagte Rektorin Ute Koschinski, nannte als Beispiele Schlagworte wie Differenzierung, Inklusion und Digitalisierung und würzte ihre Festrede mit einem berühmten Zitat: „Ohne Bildung bleibt Freiheit ein leeres Wort.“ Zum Jubiläum durfte sie auch einen Geburtstagswunsch äußern: „Die Sanierung der Schulhöfe in Osdorf und Felm und mehr Investitionen in die Digitalisierung.“

 Die Trafila-Kinder des OSV und der Spielmannszug machten deutlich, dass die Schule auch außerhalb des Unterrichts ein „wertvoller Raum“ (Jens Hansen) ist.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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