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Saisonstart auf dem Campingplatz

Schwedeneck Saisonstart auf dem Campingplatz

Strandspaziergänge, die Frühjahressonne genießen, mit Freunden grillen und Karten spielen: Den ganzen Winter fiebern Camper dem Saisonstart entgegen. „Spätestens Ostern scharren die Leute mit den Hufen“, weiß Norbert Ehrich, Leiter der Schwedeneck Touristik.

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Dauercamper Wolfgang Föst aus Unna ist zum Saisonstart fleißig. Tourstikchef Norbert Ehrich schaut sich den Fortschritt beim Bau des Steinbodens an.

Quelle: Jan Torben Budde

Schwedeneck. Deshalb ist der Startschuss auf dem Campingplatz in Surendorf diesmal schon am Gründonnerstag und nicht wie sonst üblich am 1. April gefallen. „An den ersten beiden Tagen waren es gleich rund 200 Camper“, rechnet der 62-Jährige vor.

Die Sonne scheint. Da fallen Wolfgang Föst aus Unna durchaus schönere Tätigkeiten ein. Er kniet jedoch vor seinem Wohnwagen, um Steine in die Erde zu klopfen. „Ich baue den Boden für mein festes Vorzelt“, schildert er, „hätte ich gewusst, was das für eine Arbeit ist, dann …“ Er schüttelt schmunzelnd den Kopf. In den vergangenen zehn Jahren sei ihnen der Campingplatz so ans Herz gewachsen, dass sie die 430 Kilometer lange Strecke sogar schon für ein Wochenende in kauf nahmen. Warum ausgerechnet Surendorf? „Wir wollten damals eigentlich nach Italien, hatten aber kein Geld“, verrät der Schulsozialarbeiter. Also besuchten sie Freunde auf dem Campingplatz – und blieben der Ostseegemeinde treu.

„Es gibt Camper, die hier schon über 50 Jahre Urlaub machen“, erzählt Ehrich. Für 2016 gebe es bereits viele Anfragen und Vorreservierungen. Der kommunale Campingplatz zählt insgesamt 420 Stellplätze für Dauercamper und Urlauber. Hinzu kommen zwölf Plätze für Wohnmobile. Zudem gibt es noch 15 Ferienhäuser. Vor dem Saisonstart bringen die Touristikmitarbeiter die Waschhäuser in Schuss, erledigen Reparaturen in den Ferienhäusern, kontrollieren die Parkautomaten und kümmern sich um die Instandsetzung des Platzes. Wenn dann die Camper eintrudeln, haben die Platzwarte Sven Lorenzen und Jan Ohle alle Hände voll zu tun. „Alle wollen gleichzeitig Strom haben“, erzählt Ehrich. Ebenso muss die Wasserversorgung für die Stellplätze wieder hergestellt werden.

Unterdessen genießt Grit Beck den Klönschnack mit Nachbarn. Die Dauercamperin hat Wohnwagen und Vorzelt gereinigt, das Geschirr abgewaschen und die Betten bezogen. Wassereinbrüche, kaputte Fenster oder ähnliche Ärgernisse gab es nicht. Ehemann Roy hat unterdessen bereits den Windschutz aufgebaut. Jetzt müssen noch die Gartenmöbel nach draußen gestellt werden. „Es ist Erholung pur, man kann hier prima abschalten“, sagt die Kielerin.

Weitere Nachbarn schauen vorbei. „Moin“, ruft Grit Beck. Andrea und Klaus Nissen kommen ebenfalls aus Kiel und sind dem Surendorfer Campingplatz seit etwa acht Jahren treu. Abends essen die Freunde zusammen und spielen Karten. „Vieles ergibt sich spontan“, sagt Grit Beck. Sie genieße vor allem die himmlische Ruhe „ohne Remmidemmi“.

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