21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Bolzen, wenn die Eltern arbeiten

Ferienprogramm Bolzen, wenn die Eltern arbeiten

Die Sommerferien gelten bei Schulkindern als schönste Zeit des Jahres. Doch wer kümmert sich um die Lütten, wenn die Eltern arbeiten müssen? Besonders Alleinerziehende stellen sich diese Frage. Seit 2012 wird in Gettorf unter Federführung der Arbeiterwohlfahrt Gettorf und Umgebung in den Ferien eine verlässliche Betreuung angeboten.

Voriger Artikel
Dirk Schulz setzt auf Präsenz vor Ort
Nächster Artikel
Immer mit den leckersten Torten

Die Ferienbetreuung ist für Kinder und Eltern ein Volltreffer: Der Gettorfer SC beteiligt sich mit einem Fußballtraining an der Sommeraktion.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „König Fußball“ darf nicht fehlen. Die Kinder dribbeln über den Sportplatz am Ringweg, kicken aufs Tor. Danach bolzen sich Paul und Julia (beide 8) einen Ball zu – üben das Passspiel. Das zweistündige Training begleiten Ekkehard Krüger, Jugendwart beim Gettorfer Sportclub (GSC), und sein Sohn Caje, der Trainer im Verein ist. Der GSC gehört ebenso wie Gettorfer Turnverein, Tennisclub und Schachgemeinschaft Phönix zu den Kooperationspartnern der Awo. Fußball finden Paul und Julia zwar klasse. Welche Aktion lag aber ganz weit vorn? „Minigolf!“, rufen die zwei Schüler.

 Die Bilanz von Geschäftsführerin Katrin Mates fällt positiv aus: „Die Ferienbetreuung wird gut angenommen.“ Sie spricht von einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Allein in den Sommerferien kümmerte sich das zehnköpfige Betreuerteam um rund 70 Kinder der Klassenstufen eins bis sechs aus dem Dänischen Wohld. Im Frühjahr waren es zudem 20 Mädchen und Jungen.

 „Es geht um die Entlastung der Eltern, die natürlich nicht alle sechs Wochen lang Urlaub nehmen können“, so Mates. Für die Betreuung ihrer Kinder zahlen die Mütter und Väter einen Tagessatz von 20 Euro, worin das Mittagessen enthalten ist. Familien mit kleinerem Geldbeutel erhalten der Awo-Geschäftsführerin zufolge von der Gemeinde Gettorf einen Zuschuss. Manche Eltern buchen die Betreuung nur für wenige Tage, was von den Veranstaltern eher als Ausnahme gedacht ist. Andere geben ihre Kinder für eine, zwei oder gleich drei oder vier Wochen in die Obhut der pädagogisch qualifizierten Fachkräfte sowie geschulten Betreuungspersonen – montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr.

 Anlaufpunkt für die Kinder ist das ehemalige Hausmeisterhaus am Schulzentrum in Gettorf. Bevor die Mädchen und Jungen in den Tag starten, frühstücken sie zusammen die selbst mitgebrachte Brotzeit. Weiter geht es mit Spielen, Sport oder Ausflügen. Zu den Freizeitaktivitäten gehören unter anderem Bogenschießen, Trommeln, Schach, ein Musikworkshop, Einblicke in die Natur und eben Minigolf sowie Fußball, aber auch Pizza backen und grillen.

 „Auf den Ausflügen sollen die Kinder ihre Umgebung besser kennenlernen“, erklärt Katrin Mates, die von einem abwechslungsreichen Programm spricht. Es gebe regelmäßige Elternbefragung zum Ferienprogramm, in dem Spaß und Gruppendynamik im Vordergrund stünden. Für die Betreuung im Herbst gebe es schon Anmeldungen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3