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Seniorenbeirat in Gettorf Ein Erfolgsmodell

Die Bilanz des Frühstücksforums lässt sich sehen: Seit seiner Gründung vor sechs Jahren stellte der Gettorfer Seniorenbeirat insgesamt 30 der Info-Veranstaltungen mit 2500 bis 3000 Besuchern auf die Beine. Bei Brötchen, Wurst, Käse und Kaffee lauschten die Senioren verschiedenen Fachvorträgen.

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Im letzten Frühstücksforum vor den Wahlen zum neuen Seniorenbeirat rief Vorsitzender Roland Lauterbach (stehend) die Besucher dazu auf, für das Gremium zu kandidieren. Auf dem Podium standen unterdessen Seniorenbeirat Uwe Hansen (von rechts), Claudia Krieg von der Eckernförder Bank, Werner Helms-Ricks, Sicherheitsberater für Senioren, Silvia Behrendt von der Anlaufstelle für Senioren und Seniorenbeirat Rüdiger Hannemann Rede und Antwort.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Themen waren unter anderem Trickbetrug, Altersarmut, Straßenverkehr, Versicherungen, Haustiere oder Kosmetik. Am Dienstagvormittag, beim letzten Termin vor der Wahl des neuen Seniorenbeirates, war der Saal im Hotel Stadt Hamburg wieder voll. Rund 100 Besucher informierten sich diesmal über Elektronischen Geldverkehr in Handel und Internet.

Gleich zu Beginn appellierte Vorsitzender Roland Lauterbach an die Senioren: „Wenn es mit den Frühstücksforen weitergehen soll, dann kommen Sie nicht nur zur Wahl, sondern kandidieren Sie auch.“ Die Amtszeit von drei Jahren bezeichnete er als „überschaubar“. Zwar stünden mit Brigitte MüllerDiepenbeck, Uwe Hansen, Rüdiger Hannemann, Manfred Schröter und Helmut Popp fünf Bewerber in den Startlöchern, doch dem Seniorenbeirat könnten bis zu zehn Mitglieder angehören. Wählbar und wahlberechtigt sind Gettorfer Bürger ab 60 Jahren. Die Wahl ist am Dienstag, 5. Juli, ab 15 Uhr im Hotel Stadt Hamburg.

In diesem Frühstücksforum ging es ums Geld. „Der Zahlungsverkehr wird mobiler“, erklärte Claudia Krieg von der Eckernförder Bank. Gerade in den skandinavischen Ländern werde immer häufiger auf Bargeld verzichtet. So zahlte sie in Dänemark an der Tankstelle mit Kreditkarte. „Da sitzt mitunter gar kein Mitarbeiter mehr“, sagte Claudia Krieg. In London habe sie sogar auf dem Flohmarkt mit Karte gezahlt. Staunende Blicke im Saal. Ebenso informierte sie über Online-Banking, womit Nutzer ihre Umsätze checken und Überweisungen tätigen könnten. „Man sollte eine Antivirensoftware auf dem Computer oder Smartphone haben“, riet Claudia Krieg. Trotz des Trends zum elektronischen Zahlungsverkehr werde es weiter Bargeld geben, so die Bankmitarbeiterin, „man sollte im Urlaub etwas als Trinkgeld mitnehmen.“ Was den Schutz vor Betrügern angeht, gab Werner Helms-Rick, ehemaliger Geschäftsführer des Sparkassenverbandes in Kiel und nun ehrenamtlicher Sicherheitsberater, ein paar Tipps.

Einigen Senioren brummte der Kopf. Im Saal waren Einwürfe wie „Ist das kompliziert“ oder „Die IBAN-Nummer ist zu lang“ zu hören. Lob gab es unterdessen für das Forum. „Die Themen sind spannend und man lernt oft dazu“, sagte Peter Schneider aus Gettorf. Beim Überschlagen kam der 77-Jährige auf zehn Veranstaltungen. Seine Frau Ilse Laging-Schneider (81) hob den geselligen Aspekt hervor – eine Motivation für den Beirat. „Die Arbeit bringt mir Spaß, weil man viele Leute kennenlernt“, schwärmte Mitglied Brigitte Müller-Diepenbeck. Ein Lob richtete die 73-Jährige an die Gemeinde: „In Gettorf ist es fantastisch, weil so viele unserer Idee umgesetzt wurden.“ Als Beispiele nannte sie das Seniorentaxi und die Erlebniswoche. Ebenso war die Anlauf-Stelle für Senioren an der Herrenstraße eine Idee des Beirats. Koordinatorin Silvia Behrendt warb im Forum für die Einrichtung, wo ältere Bürger kostenlose Beratung sowie Infos zu Aktivitäten von Vereinen und Verbänden erhalten.

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