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Seniorenticket für Eckernförde gefordert

Seniorenbeirat Seniorenticket für Eckernförde gefordert

Für finanziell Schwächere soll es einen Entlastung sein, für Autofahrer ein Anreiz zum Umsteigen: Der Eckernförder Seniorenbeirat startet eine Offensive für ein Seniorenticket. Einen Antrag sandte die Interessenvertretung an Bürgervorsteherin Karin Himstedt, damit das politisch diskutiert wird.

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Von einem Seniorenticket erhofft sich der Eckernförder Seniorenbeirat eine Entlastung.

Quelle: Malte Kuhl (Archiv)

Eckernförde. „Viele große Städten haben bereits so ein Angebot“, sagt die Seniorenbeirats-Vorsitzende Renate Gorny. Die Stadt Kiel setzt auf eine landesweite Lösung im Rahmen des SH-Tarifs, andernfalls wird eine probeweise Einführung eines Seniorentickets im Stadtbereich angestrebt. Auch auf dem Land gibt es ähnliche Varianten. Beispielsweise in Gettorf und weiteren Gemeinden des Dänischen Wohlds fördern die Kommunen ein vergünstigtes Seniorentaxi. Der Bedarf ist nach Auffassung von Gorny auch in Eckernförde vorhanden. Das hätten nicht nur Nachfragen beim Seniorenfrühstück ergeben. Bei einer Unterschriftenaktion in der Kieler Straße hätten innerhalb von zwei Stunden 100 Senioren ihr Interesse bekundet. Ein Seniorenticket, meint Gorny, „muss man einfach mal anbieten“.

 Der Seniorenbeirat verspricht sich von einer preisreduzierten Monatskarte eine finanzielle Entlastung für Ältere mit kleiner Rente und ein vermehrtes Umsteigen von Autofahrern auf den Stadtbus. Um zu testen, was das Angebot bringt, favorisiert das Gremium eine zunächst probeweise Einführung des Seniorentickets für ein Jahr mit einer ersten Auswertung nach einem halben Jahr. Dann, so Gorny, könne man erkennen, ob die Nachfrage steigt und welche wirtschaftlichen Auswirkungen sich zeigen. Ein Zeitraum von einem Jahr sei erforderlich, um alle jahreszeitlichen Schwankungen zu erfassen.

 Das rein zahlenmäßige Potenzial für ein Seniorenticket in Eckernförde ist groß. Nach Angaben des Seniorenbeirats sind über 7500 Menschen im Ostseebad über 60 Jahre alt, das entspricht etwa einem Drittel der Einwohnerschaft. Und Fakt sei es, so Gorny, dass es vielen Rentnern „finanziell nicht so gut geht“.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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