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Ein Geschenk für alle

Strande Ein Geschenk für alle

Friede, Freude und ein Fest, das neue Maßstäbe setzt: Strande will die Einweihung der Promenade am Freitag, 3. Juli, zusammen mit Gästen aus Nah und Fern groß und doch gemütlich feiern.

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„Das ist ein starkes Team“, sagen die Strander Gastronomen. Bürgermeister Holger Klink und die AG Promenade, Jörn Clahsen, Thomas Behrenbruch und Rudolf Förster (nicht im Bild) haben die Realisierung der Promenade mit Herzblut begleitet.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. Ortstermin zwischen den großzügigen Sitzbänken, die die Bäume umrunden und den Blick auf die Förde wie auf den neu gewonnen Platz des Shared Space freigeben: Bürgermeister Holger Klink (CDU) sagt seiner monatelang unermüdlich arbeitenden Arbeitsgruppe Promenade noch einmal Dank. Thomas Behrenbruch (SPD) und Jörn Clahsen (FDP) blinzeln in die Sonne. Rudolf Förster (CDU) ist verreist und kann deshalb nicht dabei sein. Aber auch er würde jetzt noch einmal freudig über das gelungene Projekt staunen.

Strande hat in der Tat ein Kunststück vollbracht, an dem nicht nur die Einigkeit der politischen Akteure Anteil hat. In nur vier Monaten wurde aus dem in die Jahre gekommenen Spazierweg aus grauen Betonplatten, den nicht nur auswärtige Strandefans längst als „gestrig“ bekrittelten, eine schmucke Flaniermeile aus Granit mit eleganten wie bequemen Sitzmöbeln und standortgerechter Bepflanzung. „Das hätte ohne Firma Schnoor Garten- und Landschaftsbau, die alles mit Gleichmut so schnell umgesetzt hat, und das Architektenbüro Bendfeld nie geklappt“, loben die Drei. „Und ohne die Geduld der Anlieger, die die laute Großbaustelle ertragen haben, hätte ich den Mut verloren“, setzt Klink mit Nachdruck hinzu.

Dabei hatten die Kommunalpolitiker, die 2009 erstmals in Planungen einstiegen, ursprünglich zehn Jahre für die sukzessive Umsetzung des aufwändigen 1,2 Millionen Euro teuren Projekts veranschlagt. Als Klink, der es enthusiastisch voranbringen wollte, im Herbst 2014 die Zusage über eine große Fördersumme von Land und EU bekam, „wenn das Projekt 2015 begonnen und abgeschlossen wird“, nahmen die Entscheidungsprozesse Fahrt auf. Nicht ohne Konflikte: Einige Anlieger befürchten, ihr gemütliches Ostseebad werde den Charme verlieren. In Gesprächen wurde gemeinsam Konsens erarbeitet.

Mitten im Rückblick wird es anrührend. Bruno Schneider und Lasse Lange, Betreiber des Strandbistros und des Strandhotels, drücken den Politikern plötzlich ein übergroßes Luftbild von der neuen Meile in die Hand. „Damit jeder sehen kann, was ihr vollbracht habt“, sagt Schneider. „Diese Promenade ist für alle ein Geschenk, auch für uns fünf Gastronomen an der Meile.“ So richten auch sie das Fest am Freitag, zu dem die Gemeinde einlädt, großzügig aus. Kulinarische Köstlichkeiten und musikalische Leckerbissen wie die Los Zorros und das Swing Time’s Orchestra sind garantiert.

Die neuerdings von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt genutzte Dorfstraße wird erstmals Festplatz mit Tischen, Bänken, Tanzfläche. Dass Busse am 3. und 4. Juli deshalb nicht durch die Dorfstraße fahren und an der Siedlung halten, versteht sich. „Ist das der Beginn der ersehnten neuen Festkultur“?, fragen sich die Akteure. Die AG Hafenfest, die Ideen für die auf Eis liegende Party sammelt, pausiert nicht von ungefähr.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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