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Sorge um Abriss

Altstadtverein Sorge um Abriss

Mit großer Sorge betrachtet der Altstadtverein den geplanten Abriss durch das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen Eckernförde im Domstag. Dort sollen zwei Häuser einer Kette von gleich gestalteten Bauten abgerissen und durch zeitgemäße ersetzt werden.

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Viel Raum könnte der Parkplatz am Schulweg bis zum Baubeginn der Nooröffnung bieten.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. „Wenn erst einmal wenige Elemente aus der Kette herausgebrochen sind, stimmt die Gesamtwirkung der Bebauung nicht mehr“, so der Vorsitzende Günter Hass. Er sehe die Stadt in der Pflicht, einer solchen Entwicklung Einhalt zu geben. Ähnlich wie in der Käthe-Kollwitz-Straße, für die der unabhängige Gestaltungsbeirat eine Gestaltungssatzung angemahnt habe, sollte dies auch für den Domstag geschehen.

Der Altstadtverein Eckernförde hat sich diesen Namen gewählt, weil er sich um den Erhalt des historischen Teils der Ostseestadt einsetzen möchte. Doch manchmal schaut er auch ein wenig über die Grenzen hinaus, wenn es um sensible Bereiche der Stadt geht. Auf der Sitzung des Vereins am Montagabend in der Bürgerbegegnungsstätte zählten gleich mehrere Themen zu diesem erweiterten Blickwinkel.

Ein anderes Projekt am Rande der Altstadt sieht der Verein jedoch positiv: Die Bebauung des Exer mit einem Hotel sei zu begrüßen und der qualitativen Entwicklung des Tourismus der Stadt dienlich. Die Frage sei höchstens, in welchem Maße der Platz bebaut werden sollte. Die Planungen des Investors, zunächst mit einer Teilbebauung anzufangen und erst im Erfolgsfall diesen zu ergänzen, wurde begrüßt.

„Es muss in Eckernförde mehr für Familien angeboten werden“, sagte Heidi Broecker. Sie habe mit einem vergleichbaren Hotel in St. Peter-Ording gute Erfahrungen gemacht. „So ein Angebot würde junge Familien in unsere Stadt ziehen“, schätzte sie die Chancen ein.

Großen Raum nahm das Thema Parkplätze ein. Auf Unverständnis stieß die Tatsache, dass aktuell viele innerstädtische Parkplätze brachliegen. So beispielsweise die Plätze im Schulweg auf dem zukünftigen Nooröffnungsgelände, ehemals Siemsen, jetzt im Eigentum der Stadt. Ebenfalls im Fokus standen die Plätze vor dem abgerissenen Markantmarkt, durch einen Bauzaun von der Nutzung ausgeschlossen. „Zumindest bis Baubeginn könnte man doch diese Plätze nutzen“, so die einhellige Meinung der 25 Mitglieder auf der Versammlung. Des Weiteren sprach man sich für eine Aufstockung bis zu drei Ebenen des Park + Ride-Parkplatzes am Bahnhof aus. Eine Absage erteilte der Altstadtverein jedoch einer Bebauung des Zobs. „Bus und Bahn gehören zusammen“, so Hass, die Fläche sei schon jetzt eng genug als Busumsteigeplatz.

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Ein Artikel von
Kai Pörksen

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