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Ein Fünkchen Hoffnung bleibt

Sparkassenfiliale in Osdorf Ein Fünkchen Hoffnung bleibt

Die Förde Sparkasse wird, wie angekündigt, am Freitag ihre Filiale in Osdorf schließen. Jetzt setzt die Gemeinde ihre ganze Hoffnung auf die Sparkassenaufsicht und darauf, dass die umstrittene Entscheidung eventuell noch rückgängig gemacht wird.

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Die Sparkassenfiliale in Osdorf ist am Freitag zum letzten Mal geöffnet.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Osdorf. Mit einer Eingabe an die beim Innenministerium angesiedelte Sparkassenaufsicht konnte die Gemeinde erreichen, dass die Rechtmäßigkeit der umstrittenen Schließung überprüft wird. Dies könne mehrere Wochen dauern, heißt es in einem Schreiben, das Bürgermeister Joachim Iwers (WgO) am Mittwoch zugestellt wurde. Die wohl wichtigste Aussage dieses Briefs: Die Sparkassenaufsicht hat mit dem Vorstand der Förde Sparkasse abgestimmt, dass in der Osdorfer Filiale keine technischen Änderungen vorgenommen werden, bis das Ergebnis der Überprüfung vorliegt. Im Klartext: Sollte die Sparkassenaufsicht feststellen, dass die Schließung nicht rechtens war, könnte der Filialbetrieb unverzüglich wieder aufgenommen werden. „Das ist zumindest ein Teilerfolg“, sagte Joachim Iwers gestern den KN.

 Als die Sparkasse Ende September überraschend ankündigte, ihre Filiale in Osdorf aufzugeben, löste dies massive Proteste aus. Kampflos, das machten alle Fraktionen schnell klar, werde man diese Entscheidung nicht hinnehmen. Es wurden Unterschriften gesammelt, es gab eine Einwohnerversammlung, und mit Unterstützung des Kieler Verwaltungsrechtlers Prof. Dr. Wolfgang Ewer wurde ein Schreiben an die Sparkassenaufsicht formuliert. Auch das Amt schaltete sich ein. In der vergangenen Woche folgte ein Brief von Joachim Iwers an Innenminister Stefan Studt mit der Bitte um Unterstützung.

 Die Gemeinde, das Amt und Wolfgang Ewer vertreten die Auffassung, dass die Förde Sparkasse die Schließung ihrer Osdorfer Filiale zu stark betriebswirtschaftlich begründet. Es werde zu wenig berücksichtigt, dass die Sparkassen als Anstalt des öffentlichen Rechts einen Versorgungsauftrag für alle Bevölkerungsgruppen und auch für den ländlichen Raum hätten. Iwers: Wer dies missachtet, erzeuge Wutbürger und Protestwähler.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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