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Unattraktiv, alt und beschädigt

Gettorf Unattraktiv, alt und beschädigt

Die Bilanz fiel ernüchternd aus. Bei zwei Begehungen der Gettorfer Spielplätze stellte sich heraus, dass fast überall Handlungsbedarf herrscht. Unattraktive, veraltete, beschädigte Geräte und ein überschaubares Interesse der Kinder: Zu diesem Urteil kam ein Arbeitskreis, dem Kommunalpolitiker aller Fraktionen und Mitglieder des Jugendbeirates angehören.

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Auf den Gettorfer Spielplätzen herrscht Handlungsbedarf – auch am Boskamp: Wo der Schuh drückt, haben Gemeindevertreter Mario Andresen und Silke Wahl vom Jugendbüro der Gemeinde gemeinsam mit einem Arbeitskreis beleuchtet.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Die älteren Spielgeräte genügen nicht mehr den Ansprüchen einer modernen Spielplatzgestaltung“, resümiert Mario Andresen (SPD), Mitglied im Sozialausschuss und Gemeindevertreter.

 Als Ausnahme nannte der Gettorfer nur den Spielplatz an der Gänsewiese. „Der ist gut ausgestattet, modern und langlebig“, heißt es im Protokoll des Arbeitskreises. Ansonsten gibt es überall Beanstandungen – und immerhin handelt es sich um ein Dutzend Spielplätze. Kostproben: Im Nierott funktionierte ein Wippteil nicht, am Rotdornweg sind die Kletterketten veraltet und hinter dem Fußballtor ist kein Zaun, am Steenredder fiel ein Stacheldraht zur benachbarten Wiese negativ auf („Nicht gut für spielende Kinder“).

 „Der Arbeitskreis empfiehlt daher, in jedem Jahr jeweils einen Spielplatz mindestens mit einem attraktiven Spielgerät auszustatten“, erklärt Andresen. „Jeder Spielplatz sollte ein Highlight haben.“ So steige der Anreiz, andere Spielplätze zu besuchen. Hoch im Kurs stünden moderne Kletter- und Hüpfgeräte. Das hat laut Silke Wahl vom Jugendbüro der Gemeinde eine Umfrage ergeben, woran sich 200 Kinder beteiligten. An Sandkisten scheiden sich hingegen die Geister. Andresen: „Manche Eltern lassen nichts darauf kommen.“ Andere Mütter lassen ihre Kinder dort angesichts von Hundehaufen nicht buddeln. Andresen wohnt mit seiner Familie beim Spielplatz „Boskamp 2“. Spielschiff, Schaukel, Sandkiste und Basketballkorb lockten zwar ein paar Viert- oder Fünftklässler an, so der 50-Jährige, doch altersgerecht seien die Geräte nicht mehr. Zumal viele Kinder aus dem Wohngebiet bereits zwölf bis 14 Jahre alt seien.

 Wo beginnt die Aufwertung? Nach Vorstellung des Arbeitskreises wird die Fußgängerzone ins Spielplatz-Konzept eingebunden. Andresen schwebt ein Kletterspielgerät – beispielsweise eine Holzeisenbahn – an der Eiche vor, worauf Kinder turnen, während die Eltern Kaffee trinken. Der Sozialausschuss stimmte zu.

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