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Ein Fisch für jeden Geschmack

Eckernförde Ein Fisch für jeden Geschmack

Ihren Spaß hatten beim sogenannten „Lanzenreitens“ im Rahmen der Eckernförder Sprottentage auf jeden Fall mehrere Hundert Zuschauer. Denn der Wettstreit mit den Lanzen zählt zu den Höhepunkten des Stadtteilwettkampfs im Rahmen der dreitägigen Großveranstaltung.

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„Hub“ geht baden: Mirko Heide und sein Team (linkes Kanu) gewinnen beim „Lanzenreite“ gegen die Borbyer.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Wenn ein Angestellter seinen Chef mit einer Lanze ins Hafenbecken befördert, dann ist das zumeist keine gute Voraussetzung für eine Weiterbeschäftigung. Wenn der Chef aber Matthias „Hubi“ Huber heißt und der das sogenannte „Lanzenreiten“ im Rahmen der Eckernförder Sprottentage auch noch selbst organisiert hat, dann muss der Angestellte – in diesem Fall Mirko Heide – keine Angst um seine berufliche Zukunft haben.

 Sechs Mal Borby, fünf Mal Eckernförde – so sah die bisherige Bilanz des Stadtteilwettkampfs bis zum Wochenende aus. Traten in den ersten Jahren noch wirklich Teilnehmer aus der einst selbstständigen Gemeinde gegen eine Mannschaft aus dem Ostseebad an, so hat sich dies im Laufe der Jahre geändert, weil es an Freiwilligen für beide Teams mangelte. Deshalb übernahm „Utgard“-Wirt Matthias Huber vor einigen Jahren die Organisation und fand Mitwirkende zumeist aus den Reihen von Angestellten oder Gästen seines Lokals. Fürs nächste Jahr will „Hubi“ aber versuchen, wieder an die Anfänge anzuknüpfen.

 Da sind vor allem die Eckernförder aufgerufen, sich zu melden, denn auch in diesem Jahr hatten die Borbyer wieder die Nase vorn und konnten am Ende zwar knapp, aber verdient nach einem 3:2-Sieg den Preis in Form einer „Goldenen Sprotte“ in Empfang nehmen. Die wird wie immer gut sichtbar am Geländer der Holzbrücke angebracht – zum mittlerweile siebten Mal auf Borbyer Seite, was so manch einen Eckernförder ärgern dürfte.

 Ansonsten herrschte entlang der Hafenpromenade an den drei Tagen lockere Entspanntheit. Natürlich stand der kleine Fisch, der Eckernförde so bekannt gemacht hat, im Mittelpunkt. Die Sprotte gab es nämlich nicht nur als Siegestrophäe, sondern auch in kleinerer Version geschmiedet von Patrick Schloßer und selbstverständlich auch zum Verzehren. Fischermeister Lorenz „Lorne“ Marckwardt zeigte den Besuchern, wie man aus Silber Gold macht. Beim Schauräuchern verwandelten sich die silbernen Fische in goldgelbe Spezialitäten, die reißenden Absatz fanden. Nicht nur am Stand von „Lorne“ Marckwardt, sondern auch auf dem Wagen von Fiete und Stine, den beiden Originalen Eckernfördes. „Frische Sprotten, reich an Omega-3-Fettsäuren“, warb Stine (Christel Fries) lautstark und zeigte, wie die Sprotte richtig verzehrt wird: Kopf ab, Steert ab, Bauch massieren, Gräte rausziehen und den Rest ab in den Mund. Fiete (Werner Pötzsch) kam nach dieser Demonstration kaum hinterher, die Portionen an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Schließlich gab’s ja auch noch ’nen lütten Schnaps auf Wunsch dazu.

 Eine richtig große und süße Sprotte verkaufte Bäckermeister Stefan Haupt am Hafen: 2,50 Meter lang als fruchtiger Zitronenkuchen. Die Portionen fanden reißenden Absatz, zumal der Erlös zu 100 Prozent an den Kinderförderfonds gegen Ausgrenzung und soziale Ungerechtigkeit ging. Da kam einiges zusammen. Musik gab es an allen drei Tagen ebenfalls reichlich. Angefangen von der Status-Quo-Coverband Quotime über die Lokalmatadoren von Up & Down bis hin zur Gruppe Mind2Mode, die Hits von U2, Depeche Mode und den Simple Minds spielte.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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Hafen
Foto: Informativ und amüsant: Opsteekfru Stine und Fischer Fiete führte eine große Besuchergruppe anlässlich des Weltfischbrötchentages durch die Eckernförder Altstadt. Die beiden Botschafter des Ostseebades hatten viel zu erzählen – sehr zur Freude der Gäste.

Mit Fischer Fiete und Opsteekfru Stine dörch dat ole Eckernför: Am Freitag, 1. April, nehmen Stadtführer Christel Fries und Werner Pötzsch in historischen Gewändern ihre Gäste um 10.30 Uhr mit in die Welt der Fischer. Treffpunkt ist die Holzbrücke am Hafen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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