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Sommergenuss Grün und Weiß

St.-Nicolai-Straße Sommergenuss Grün und Weiß

Unzählige Schattierungen von Grün auf 200 Metern Länge: Das war das illustre Green Dinner 2016 in der St.-Nicolai-Straße Eckernförde. An 30 Biergartengarnituren und vielen kleinen Tischen speisten am Donnerstagabend über 300 Gäste – vorbildlich grün und weiß gewandet.

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Stilvoll grün bis türkis: Stephan Wölfing, Pedi Dieckert vom Lillehuus , Anette Wempe (v.l.).

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. „Möchte jemand grüne Gurke?“ Lorenz Peters bietet zarte Scheibchen in weißer Schüssel feil. Perfekt. Der ältere Herr aus Nummer 17 lächelt. Mit grüner Kleidung haperte es in seinem Kleiderschrank. „Aber als Handwerksmeister hat der Mann für alles eine Lösung“, sagt er schmunzelnd. Die froschgrüne Wochenmarkttasche hat er kurzerhand um den Hals gehängt und unter der Weste übers karierte Hemd gespannt. So geht der flache Beutel glatt als Schürze im Wunschfarbton durch. Der Applaus des Publikums ist gewiss.

 Die Geschäftsleute der kleinen Fußgängerzone mit individuellen Läden in schnuckeligen Häusern haben sich zusammen mit den Mitarbeitern der Touristik ins Zeug gelegt. Nach dem Erfolg des ersten Green Dinners 2015 mit nur zehn Tischgarnituren, die zu schnell besetzt waren, hat man diesmal die Straße auf ganzer Länge zum Werbeträger in eigener Sache und dazu für das Naturfilmfestival Green Screen gemacht. Die Gäste haben Picknickkörbe dabei, deren Inhalt sie liebevoll auf die abwechselnd grün und weiß gedeckten Tische drapieren. „Sogar grünes Geschirr!“, staunen Passanten, die von dem Event nichts ahnten. Bei so viel entspannendem Grün schalten sie automatisch einen Gang zurück. „Darf man verweilen?“ Natürlich. Schnell ist noch ein Rotwein aus dem vorsichtshalber doch geöffneten Lädchen Gaumenfreuden besorgt, dazu Antipasti – fertig. Die auf alles vorbereiteten Tischnachbarn reichen dazu Rote-Beete-Chips mit lindgrünem Dipp in olivfarbenen Schälchen.

 Es dämmert. Im Schein grüner Kerzen in weißen Laternen mischt sich jetzt ein Kartentrickser unters Volk. Ben Vollert, Sohn von Susanne Vollert vom Linum, sorgt für reichlich Verblüffung. Gerade hat er eine Dame die von ihr markierte Karte in den Stapel stecken lassen. Scheinbar zeitgleich hat es diese Herz-Karte auf die Stirn des Zauberer geschafft. Welch Wunder, dass sie jetzt nicht grün ist. Die Gitarren des Duos Los Zorros ergänzen das spanisch-feurige Element. Prima: Der kleine Platz vor der Baustelle in der Mitte taugt bestens als Tanzfläche.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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