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Betriebe zahlen mehr

Tourismusabgabe Betriebe zahlen mehr

Die Fremdenverkehrsabgabe im Ostseebad Eckernförde soll dazu beitragen, die Kosten auf viele Schultern zu verteilen. Die Ratsversammlung beschloss, den Gemeindeanteil der Abgabe von 55 auf 45 Prozent zu senken und den Prozentsatz für betroffene Betriebe von 5,4 auf 7,8 Prozent zu erhöhen.

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An heißen Tagen gut besucht: der Eckernförder Kurstrand. Die Fremdenverkehrsabgabe im Ostseebad Eckernförde soll dazu beitragen, die Kosten – beispielsweise für die Sauberkeit am Strand – auf viele Schultern zu verteilen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Das heißt in Euro: Die Kämmerei der Stadt Eckernförde erwartet künftige 182000 statt bisher 126000 Euro an Einnahmen aus der Fremdenverkehrsabgabe seitens der veranlagten Betriebe. Die Stadt beteiligt sich im Gegenzug mit 249000 Euro. Die Satzung soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

 Für Edgar Meyn (Grüne) war der Gemeindeanteil an der Abgabe immer noch zu hoch. Sein Vorschlag: Bei einer Senkung auf 30 Prozent könnten 319000 Euro an Einnahmen von den betroffenen Betrieben gewonnen werden. Damit, so Meyn, ließe sich beispielsweise die Modernisierung der Kieler Straße schon 2017 verwirklichen.

 Seine Rechnung: 319000 Euro durch 1500 veranlagte Betriebe ergäben eine durchschnittliche Belastung von gerade 212 Euro, blieb nicht ohne Widerspruch. „Die Abgabe wird auf den Umsatz erhoben und nicht auf den Gewinn“, erinnerte Ralph Krüger (CDU). Die neue Satzung wurde mehrheitlich bei Enthaltungen der Grünen, Linken und eines Mitglieds des Bürger-Forums beschlossen.

 Nach wie vor defizitär ist die Eckernförde Touristik & Marketing GmbH (ETMG). Ihr Jahresabschluss 2015 weist ein Minus von 426000 Euro (Vorjahr: 535000 Euro) aus, das von der GmbH-Mutter, der Stadt Eckernförde, getragen werden muss. Die Verringerung des Defizits resultiert unter anderem aus weniger Kosten für die Seegrasentsorgung. Insgesamt stimmen die Kennzahlen der Touristik optimistisch. So konnte 2015 nach Angaben von Bürgermeister Jörg Sibbel erstmals die Schallmauer von 200000 Übernachtungen durchbrochen werden.

 Heinz-Michael Kornath (CDU) wies darauf hin, dass Tourismus immer in einer Gesamtkalkulation betrachtet werden müsse. Das Geschäft mit dem Fremdenverkehr erwirtschafte „enorme Umsätze“ für die Stadt und die Region. So gab es auch keine zwei Meinungen, als die Ratsversammlung einstimmig die weitere Mitwirkung des Ostseebades in der Lokalen Tourismus Organisation (LTO) Eckernförder Bucht beschloss. Von 2018 bis zum Jahr 2022 läuft die nächste Periode. Aufgabe der LTO ist es, die Präsenz der Region im Tourismusmarkt zu stärken und mehr Urlaubsgäste anzulocken.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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