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Werkeln an einem Wahrzeichen

Holzbrücke wird saniert Werkeln an einem Wahrzeichen

Die Holzbrücke, eines der Wahrzeichen der Stadt Eckernförde, wird saniert. Zwei Zimmerer sind seit Mittwoch dabei, beschädigte und abgetretene Eichenbohlen auszutauschen. Ein ungewöhnlicher Arbeitsplatz, mitten über dem Wasser. Noch bis Donnerstagnachmittag bleibt die Brücke für Fußgänger gesperrt.

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Ungewöhnlicher Arbeitsplatz über dem Wasser: Die Zimmerer Kevin Vollmer (links) und Dennis Schwindt tauschen marode Eichenbohlen der Holzbrücke aus.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die Handwerker haben an zwei Tagen gut zu tun. Mehr als 30 Bohlen müssen ersetzt werden, die im Laufe der Jahre unter den Schuhen der Brückenpassanten und unter Wind und Wetter gelitten haben. Im neuen Belag ist wieder eine Riffelung vorgefräst, die das Holz griffig und rutschhemmend machen soll.

Die beliebte Fußgängerverbindung zwischen Borby und der Eckernförder Innenstadt hat eine besondere Geschichte. Nach der verheerenden Sturmflut von 1872, die den Steindamm wegriss, wurde über den Hafen von preußischen Offizieren zunächst eine Pontonbrücke als Provisorium errichtet. Der Übergang erwies sich bald als unentbehrlich, so dass die mehrfach grunderneuerte Holzbrücke zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde.

1933 gab es Bestrebungen, die Fußgängerbrücke zu einer festen Überquerung für den Wagen- und Autoverkehr auszubauen. Doch das Projekt scheiterte an Geldmangel. Zum Glück, möchte man sagen, denn inzwischen ist die Holzbrücke in ihrer Art einmalig in Schleswig-Holstein. Die Arbeiten zur Erneuerung des Holzbohlenbelags dauern Donnerstag noch an. Die Sperrung für den Fußgängerverkehr soll spätesten bis 17 Uhr wieder aufgehoben werden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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