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Um die halbe Welt geradelt

Eckernförde Um die halbe Welt geradelt

Auch kleine Verhaltensänderungen können in der Summe einiges bewirken – das zeigte jetzt die Aktion Stadtradeln in Eckernförde. In drei Wochen erradelten die Teilnehmer über 22.000 Kilometer und sparten dabei im Vergleich zur Autofahrt mehr als 3000 Kilogramm CO2 ein. Jetzt kürte die veranstaltende Touristik die Sieger.

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Aktivste Einzelradler: Jan-Peter Brückner, Sabine Zimmermann und Ralph Ulrich (von links).

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. „Weniger Teilnehmer als im Vorjahr, aber mehr zurückgelegte Kilometer“, zog Ulrike Dallmann, Veranstaltungsleiterin der Touristik, die Bilanz des zweiten Eckernförder Stadtradelns. 82 Aktive machten mit, 30 weniger als in 2014. Dafür legten die Teilnehmer in den drei Wochen vom 20. Juni bis 10. Juli rund 2000 Kilometer mehr zurück und kamen auf insgesamt 22.320 Kilometer. Das entspricht in etwa dem halben Erdumfang. Bundesweit summierten sich beim Stadtradeln sogar 20 Millionen Kilometer (knapp 3000 Tonnen CO2-Ersparnis).

Fleißigste Einzelradler waren Jan-Peter Brückner (1496 Kilometer), Sabine Zimmermann (1398 Kilometer) und Ralph Ulrich (1225 Kilometer). Die Eckernförder Brückner und Ulrich arbeiten beide in Kiel und legen täglich die Strecke zur Arbeit mit dem Fahrrad zurück. „Die ganze Familie fährt überwiegend Rad“, erzählt Brückner. „Das Auto nutzen wir kaum noch und denken jetzt über Car Sharing nach.“ Die Fleckebyerin Sabine Zimmermann fährt häufig zum Einkaufen nach Eckernförde mit dem Rad, dreht morgens zum Aufwärmen gerne eine Runde und abends zum Entspannen in den Hüttener Bergen. „Das hält fit“, sagt die 73-Jährige, die seit ihrem Ruhestand intensiv das Fahrrad nutzt.

Die aktivsten Teams waren die Familie Meyer, das Team Lucy vor Fem Cyklister und der ADFC Eckernförde. Bei den teilnehmenden Gruppen mit den meisten gefahrenen Kilometern konnte sich der ADFC oben auf dem Treppchen platzieren, gefolgt vom Offenen Team und den Fem Cyklister. Für die Besten gab es Preise. Alle Teilnehmer hätten mit dem Fahrrad dazu beigetragen, Verkehrslärm zu reduzieren, den Kohlendioxid-Ausstoß zu vermindern, die Lebensqualität der Stadt zu erhöhen und etwas für die eigenen Gesundheit zu tun, betonte Dallmann.

Für die besten Einzelfahrer gab es Übernachtungsgutscheine in Bed&Bike-Gastbetrieben. Einer davon ist das Acqua Strande in der gleichnamigen Ostseegemeinde. „Wir haben gute Erfahrungen mit der Zertifizierung gemacht“, sagte Mitarbeiterin Wiebke Seegert. In der Hochsaison seien etwa zehn Prozent der Gäste Radler – Tendenz steigend. Wolfgang Kromat, Regionalmanager des ADFC für Bed&Bike, bedauerte in diesem Zusammenhang, dass landesweit die fahrradfreundlichen Betriebe weniger würden. „Obwohl sie sich in einer lukrativen Branche positionieren könnten“.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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