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Ohne Abgas durch die Stadt

Elektro-Bus im Test Ohne Abgas durch die Stadt

Fährt in der Stadt Eckernförde bald der erste Elektro-Bus? Noch bis Donnerstag testet der Stadtverkehr (SE) auf den vier Linien des Ostseebades einen mit Strom betriebenen Bus der Marke Sileo. In Kürze wird eine Studie in Auftrag gegeben, die klären soll, ob ein E-Bus für den Stadtverkehr wirtschaftlich wäre.

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Eine Woche lang erprobt der Stadtverkehr Eckernförde den neuen E-Bus Silio. Von vorn: SVE-Chefin Kerstin Bügler, Silio-Berater Gerhard Schlag und Fahrer Michael Marx.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde.  Kein Dieselqualm, kein Motorenlärm. Lautlos gleitet der Sileo vom Hof des Stadtverkehrs. Nur die leise rauschende Lüftung der Heizung lässt erahnen, dass das Fahrzeug aktiviert ist. Unsichtbar auf dem Dach sind die Batteriezellen untergebracht, die die Energie für die Elektromotoren liefern. Rund 250 Kilometer beträgt die Reichweite. „Das ist eine Tagesschicht bei uns“, sagt SE-Inhaberin Kerstin Bügler. Über Nacht könnte der Bus dann zum Aufladen an die Steckdose.

 Die erste Testfahrt mit dem E-Mobil verlief positiv. Fahrer Michael Marx fasst seinen Eindruck kurz und knackig zusammen: „mega geil“. Das Fahrzeug fahre ruckfrei, da kein Schalten nötig sei, und von den Motorengeräuschen höre man nichts. „Der Bus lässt sich super fahren“, so Marx. Auch bei den Fahrgästen sei die Resonanz gut. Sie hätten interessiert nach dem Antrieb gefragt und seien insbesondere von der dritten Tür im hinteren Bus-Teil begeistert.

 SE-Chefin Bügler hatte nach einem E-Bus-Test auf Sylt Kontakt mit dem Sileo-Unternehmen aufgenommen. „E-Mobilität ist in aller Munde“, sagt sie. Die Stadt Bonn hat beispielsweise schon sechs Busse geordert. Das umweltfreundliche Gefährt hat allerdings seinen Preis. Über 200000 Euro kostet ein konventioneller Bus. Für den E-Bus werden noch einmal 200000 Euro mehr fällig. Ob sich diese Investition für den Stadtverkehr lohnt, der im Jahr 850000 Fahrgäste transportiert, soll jetzt eine Studie zeigen.

 Das Gutachten wird von SE, Stadt und Kreis beim Projektmanagement für E-Mobilität Moteg (Flensburg) in Auftrag gegeben. Untersucht werden soll, ob Linien-Längen und -Abstände sowie Lademöglichkeiten für den Stadtverkehr funktionieren. „Und ob sich das wirklich rechnet“, sagt Bügler. Das Ergebnis soll noch in diesem Jahr vorliegen. Der Stadtverkehr hat im Ostseebad insgesamt sechs Busse im Einsatz, die die Linien 1, 2 und 4 sowie am Wochenende die 3 bedienen. Zuschüsse für E-Busse gibt es noch nicht. Im Land, so Bügler, werde aber darüber nachgedacht.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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