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Kampf gegen Müll am Hafen

Stadtwerke greifen durch Kampf gegen Müll am Hafen

Schluss mit dem Müllärger am Hafen von Eckernförde: Der Betreiber Stadtwerke sorgt jetzt für eine bessere Entsorgungs-Infrastruktur. Und er will durchgreifen: Veranstalter werden in die Pflicht genommen, bei Bedarf auch zwischendurch die öffentlichen Mülleimer zu leeren und zu kehren.

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An normalen Tagen reichen die Papierkörbe am Hafen. Bei Festen und beim Fischmarkt quollen sie 2016 immer wieder über. Veranstalter müssen jetzt mehr Ordnung halten. Im Gegenzug haben die Stadtwerke zusätzliche Behälter aufgehängt.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. „Die Stadtwerke Eckernförde (SWE) haben auf gestiegene Besucherzahlen am Hafen reagiert“, verkündete Geschäftsführer Dietmar Steffens Mittwochabend vor dem Umweltausschuss. „Die Vermüllung des Hafens ist auch vor dem Hintergrund, dass wir mit Ende der Bauarbeiten auf einigen Flächen an der Hafenspitze jetzt ein gepflegte Erscheinungsbild haben, nicht hinnehmbar.“ Neben zwölf zusätzlichen Papierkörben, die an Laternenpfähle montiert wurden, stellen die Stadtwerke zwei kleine Kehrmaschinen „für die schnelle Reinigung zwischendurch“ zur Verfügung. Den Inhalt eigener Abfallbehälter wie der öffentlichen Papierkörbe müssen Veranstalter, Mitarbeiter oder Aussteller künftig zum Container bringen, bevor der Müllstau eintritt. Steffens: „Dass erst nach dem Event zusammengekehrt wird wie bei Großveranstaltungen anderswo, können wir uns nicht leisten. Bei uns wehen Papier, Plastik, Dosen ins Hafenbecken. Dass es Mengen sind, beweisen Taucheraktionen. Oder der Unrat sammelt sich unter Wagen der Aussteller, die am nächsten Tag abgeholt werden, und fliegt dann herum.“ Sollte die Routinereinigung am Montag durch die SWE wegen liegengebliebenen Mülls besonders aufwendig sein, „bekommt jetzt der Veranstalter die Rechnung.“

 Wilfried Wagner, Veranstalter des Fischmarkts, bestätigt: „Wir sind darauf eingestellt. Unsere Leute nehmen zwischendurch schon Müll vom Boden auf und haben die Papierkörbe im Blick.“ Dass die Kehrmaschinen, die die Stadtwerke für insgesamt 4000 Euro angeschafft haben, während des Fischmarkts zum Einsatz kommen, sei aber unwahrscheinlich. „Das geht nur, wenn der Platz frei ist.“ Ein Gerät wird geschoben, das andere läuft im Batteriebetrieb. Sie sind am Café Adele untergestellt. Steffens rechnete vor, dass die SWE ohnehin schon vier große Papiercontainer, einen für gelbe Säcke, drei für Restmüll von Schiffen und zwei Glascontainer vorhalten. Für die Müllentsorgung gebe man jährlich 4000 Euro, für Hafenreinigung und Winterdienst 30000 Euro aus.

 Noch eine Neuerung nahm der Ausschuss wohlwollend zur Kenntnis: Die Stadt will für Lärmschutz in der Berliner Straße fünf kleine Mittelinseln aus Recycling-Kunststoff verankern, um das Überholen und Fahren auf dem gepflasterten Mittelstreifen außerhalb der Abbiegefurten zu Grundstücken zu blockieren. Breite Spezialtransporte können den Rand der Inseln risikolos überfahren. Diese günstigste Lärmschutzvariante kostet 16000 Euro.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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