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Millionen für den Ausbau des Stützpunktes

Marinestandort Eckernförde Millionen für den Ausbau des Stützpunktes

Der Bundeswehrstandort Eckernförde steht für die kommenden Jahre vor großen Herausforderungen: Der Ausbau des Marinestützpunktes läuft weiter. Nach Angaben des stellvertretenden Standortältesten, Fregattenkapitän Michael Blunk, der Dienstagnachmittag den Neujahresempfang der Bundeswehr eröffnete, bewegt sich die Gesamtinvestition jetzt auf die 300-Millionen-Grenze zu.

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Michael Blunk begrüßt 130 Gäste zum Neujahrsempfang.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Bürgermeister Jörg Sibbel wertete die Vorhaben als „gute Nachricht für die Stadt“ und als „Bekenntnis der Bundeswehr in die Zukunft des Standortes“.

Vergangenes Jahr wurde für vier Neubauten – die Ausbildungs-Inspektion Seebataillon, die Unterbringung der Bordeinsatzkompanie, die Standort-Feuerwehr und eine allgemeine Unterkunft – bereits Richtfest gefeiert. „Dieses Jahr sollen sie fertig werden“, so Blunk. 2016 beginnen außerdem die Arbeiten für ein neues Gebäude für die Kampfschwimmer. 2019 soll ein Stabsgebäude für das Seebataillon folgen. Laut Blunk sind derzeit rund 1800 Soldaten und Zivilbedienstete im Marinestützpunkt beschäftigt. Weitere 600 sind noch in der Preußerkaserne untergebracht, die voraussichtlich 2021 frei werden soll. Zielstruktur für den Marinestützpunkt in den kommenden zehn Jahren sind 2700 Soldaten und Zivilbedienstete. Für ein weiteres wichtiges Bauvorhaben hofft der stellvertretende Standortälteste auf 2017/18. Dann nämlich könnte die neue Hauptwache verwirklicht werden. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass die Straße Am Ort bereits hinter dem Segelclub gesperrt werden könnte, und Stützpunkt und Wehrtechnische Dienststelle Nord dann eine gemeinsame Zuwegung hätten. Bereits im September waren beide Liegenschaften zusammengelegt worden.

Für 2016 stehen für die Marine wieder weltweite Einsätze an. Blunk warb dafür, dabei auch mal auf die Bremse zu treten. „Wir sind an der Grenze der Belastungsfähigkeit angekommen – haben sie teils schon überschritten.“ Unklar ist noch, wie sich die neue Arbeitszeitverordnung auswirken wird. Demnach soll ab diesem Jahr für alle Soldaten im Grundbetrieb eine regelmäßige Arbeitszeit von 41 Stunden die Woche gelten. Blunk: „Wir sind gespannt“.

Ein besonderes Lob gab es für die Aktion „Helfende Hände“. Von September bis November hatten 845 Soldaten aus Eckernförde insgesamt 25000 Stunden für die Unterbringung von Flüchtlingen geleistet. Bürgermeister Sibbel dankte für den bundesweiten Einsatz. Er verschaffe den Kommunen Zeit, Strukturen und Personal aufzubauen. Außerdem konnte er eine Spende von 307 Euro für den sozialen Not-Fonds der Stadt entgegennehmen.crd

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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