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Neues Kino im Skaterpark?

Standortsuche in Eckernförde Neues Kino im Skaterpark?

Auf ein neues Kino warten die Eckernförder inzwischen seit Jahren. Nun hat Bürgermeister Jörg Sibbel die Angelegenheit zur Chefsache gemacht und den Skaterpark als „einzig realistischen Standort“ vorgeschlagen. Kaum ausgesprochen, wird bereits Kritik laut.

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Aus Sicht von Investoren die ideale Fläche für ein zukünftiges Kino: eine Aufnahme des Skaterparks am Schulweg in Eckernförde, die im Sommer entstand.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. In der Einwohnerfragestunde der Hauptausschusssitzung zeigte sich Karin Lilie von der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ erstaunt, dass der Bürgermeister gegenüber der Presse nur noch einen möglichen Standort für ein Kino genannt habe. Sie wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob das bereits beschlossene Sache sei. Jörg Sibbel verneinte das. Man habe im Ratsinformationssystem stets umfassend über alle möglichen Standorte für ein Kino unterrichtet. Auch in Zukunft werde die Bevölkerung weiter informiert. Nach Worten des Verwaltungschefs habe man das Areal am Schulweg in Betracht gezogen, weil es alle Anforderungen erfülle. Ob die Politik das mehrheitlich befürworte, sei noch offen.

 Uwe Burscheid fragte nach, ob das von der Stadt erworbene Grundstück an der Ecke Reeperbahn/Schulweg oder aber der Bereich der „Nooröffnung“ nicht besser geeignet seien. Und Günter Haß, Vorsitzender des Altstadtvereins votierte für den Sky-Parkplatz an der Reeperbahn. Seiner Ansicht nach sei der Skaterplatz für ein Kino städtebaulich nicht zu vertreten. Außerdem könne man der Jugend doch nicht einfach den Platz wegnehmen, um dort solch einen „Klopper“ hinzusetzen.

 Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die noch immer interessierten Investoren nicht nur ein Kino mit fünf Sälen und 700 Plätzen errichten, sondern auch eine Fläche für den Einzelhandel vorhalten möchten. Das ließe sich im Bereich „Nooröffnung“ nicht umsetzen, weil das Gelände für eine Wohnbebauung und solch ein Projekt schlicht zu klein sei. Hinzu komme, dass es sich bei einem Kino in der Regel um ein großes, hohes und dunkles Gebäude handele. Also ein Spezialbau, der in zentraler Lage städtebaulich nur schwer vermittelbar sei. Der Sky-Parkplatz komme nicht in Betracht, weil dort zum einen kein Investor hinwolle, und Sky selbst keinen kombinierten Standort anstrebe. Außerdem werfe der Parkplatz auf städtischem Gelände alljährlich einen sechsstelligen Betrag an Parkgebühren ab.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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