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Fit für den Familientisch

Eckernförde Fit für den Familientisch

Gutes Essen muss nicht teuer – und auch die Zubereitung sollte nicht zu aufwendig sein. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Ministerin und einen Sternekoch. Doch die beiden helfen, das Wissen darüber zu vermitteln und anschaulich zu präsentieren.

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Gesundes Essen muss nicht teuer sein, kostet aber etwas mehr Zeit: Dirk Luther instruiert Ministerin Kristin Alheit am Herd.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Gesundheitsministerin Kristin Alheit informierte sich am Montagmorgen in der Kita des Familienzentrums Eckernförde bei Sternekoch Dirk Luther über das Projekt „Fit für den Familientisch – Eine spannende Reise durch das Schlaraffenland“.

 „Im Schlaraffenland unserer Lebensmittel für sich oder die Familie die richtige Auswahl zu treffen, ist eine echte Herausforderung“, so Alheit, die dem Sternekoch beim Zubereiten von „Penne Rigate mit Tomatensauce“ über die Schulter schaut und selbst mit anpackt. Gesundes Essen habe in unserer Gesellschaft nur dann eine Chance, wenn es preiswert, leicht zuzubereiten und zugleich lecker sei.

 „In Saucen lassen sich leicht jede Menge Vitamine von Obst und Gemüse verstecken, die die Kinder sonst meiden würden“, so Luther. Karotten, Broccoli und Äpfel seien nun mal nicht so sexy wie ein gutes Stück Schokolade.

 Um Familien bei gesunder Ernährung zu unterstützen, fördert das Gesundheitsministerium derzeit ein Projekt in Familienzentren. Kiel-Gaarden und Elmshorn haben bereits Kurse eingerichtet. Als Highlights haben sich dort bereits die Einkaufstrainings erwiesen, die zu manchem Aha-Erlebnis führten.

 Mit im Boot ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Sektion Schleswig-Holstein (DGE). An jeweils drei Nachmittagen versorgt sie Eltern nicht nur mit Hintergrundinformationen zur Ernährung, sondern hilft auch in Form eines Einkaufstrainings dabei, die Angaben auf den Verpackungen zu entschlüsseln und beim gemeinsamen Kochen sich und andere kulinarisch zu verwöhnen. Die Kinder, die jeweils zeitgleich betreut werden, gehen spielerisch ebenfalls auf Einkaufstour durch das Schlaraffenland und können dabei viele Lebensmittel probieren, riechen, schmecken und ihre Sinne entfalten.

 Insgesamt sind an dem Projekt 30 Kurse in zehn Familienzentren in ganz Schleswig-Holstein geplant. Zu dem Projekt wird aktuell ein Handbuch erstellt, das interessierten Familienzentren und Kitas nach Abschluss als Download zur Verfügung stehen soll.

 Das Familienzentrum Eckernförde wurde 2005 von der Borbyer Kirchengemeinde gegründet und möchte ein ganzheitliches Konzept umsetzen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass der Wunsch, mit Kindern das Leben zu bereichern, häufig an deren Bedürfnissen und zeitgemäßer Lebensführung scheitert. Ein schwieriges Umfeld und die aktuellen Herausforderungen sind vielfältig.Wenn dann Krisen hinzukommen, lässt sich der Alltag oft kaum noch bewältigen“, so Pastor Rainer Kluß vom Familienzentrum. Die Initiative des Gesundheitsministerium sei ein wichtiger Schritt zur Hilfeleistung.

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