18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Sattmacher am Campingplatz

Noer Sattmacher am Campingplatz

„Es ist mehr als ein Imbiss“, ist Regina Czarnecki von der Strand Grille am Lindhöfter Campingplatz überzeugt. „Wir sind ein schöner Anlaufpunkt für alle – Wassersportler, die Camper, die Männer vom Schwulenstrand, die Hundebesitzer und die Leute aus der Umgebung."

Voriger Artikel
Klappbrücke öffnet nur noch nachts
Nächster Artikel
Damit Mietwohnraum bezahlbar bleibt

Hussi Mustafic und Regina Czarnecki auf ihrer „Showbühne“.

Quelle: Lutz Timm

Noer. Dass man nebenbei noch die „weltbesten Pommes, Cheeseburger und Currywürste“ bekommt, wie es die Gäste einhellig bezeugen, ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass Urlauber wie Einheimische zu den überzeugten Stammgästen des „Sattmachers am Campingplatz“ zählen.

Eine mit einer Hecke umrankte Terrasse, ein Pavillon, die Ausgabestelle für Getränke und Süßigkeiten, dazu der Imbisswagen – die „Showbühne“ wie Regina Czarnecki und Hussi Mustafic ihren Imbiss nennen, ist übersichtlich. „Trotzdem staunen die Leute, wenn sie die Teller sehen, die aus dem komischen Kasten kommen“, sagt der gebürtige Bosnier Mustafic lachend, der im Team der Strand Grille für das Brutzeln, Braten und Anrichten zuständig ist, während Kollegin Czarnecki Bestellungen aufnimmt und sich auch sonst an allen Ecken und Enden um das Wohl der Kundschaft kümmert. „Uns ist es wichtig, dass alles gut verpackt ist und gut aussieht.“ Details seien dabei mindestens genauso wichtig, wie die Qualität der Gerichte. Der Kaffee kommt also im Becher mit Keks, jeder Teller ist akkurat angerichtet, das Bier frisch gezapft und zum Weißwein gibt es Weintrauben. „Das Brot für die Currywurst backe ich selbst. Dann wird es mit meinem Knoblauchöl bestrichen und frisch gegrillt“, erzählt der Koch Mustafic.

Doch mindestens genauso wichtig wie das Essen sei für die Gäste die lockere Atmosphäre, berichtet Czarnecki. „Wenn sie bei uns sind, ist es für einige wie ein Kurzurlaub. Alle sind entspannt, kommen miteinander ins Gespräch und lachen – spätestens wenn Hussi sein Megaphon rausholt“, berichtet die 48-Jährige. „Besonders mit den Campern ist es sehr familiär.“

Seit mittlerweile sechs Jahren arbeiten Czarnecki und Mustafic in der Strand Grille und sind zufrieden. „Wir erleben hier so schöne und witzige Sachen zusammen mit den Gästen, das macht einfach viel Spaß. Ich mag das, besonders, wenn die Leute ein bisschen anders sind“, sagt Czarnecki. Und die Anekdoten und Geschichten, die sie einen Steinwurf vom Strand erlebt hat, erzählt sie gerne. Zum Beispiel die Gesellschaft einer Pferdeschleppjagd, die beim Imbiss stoppte. Oder der Besuch des Motorradclubs Mittelholstein. „Außerdem adoptieren wir hier auch zugelaufene Tiere. Das weiße Wildkaninchen Lotte blieb drei Jahre lang bei uns und kam immer angelaufen, wenn man geklatscht hat“, erzählt die Imbissbesitzerin verschmitzt. „Irgendwann war Lotte schwanger, da haben wir sogar eine Karte zur Geburt bekommen. Und genau so ein Quatsch mit den Leuten zu machen, macht die Arbeit hier aus“, findet Czarnecki. „Ich glaube, auch deswegen kommen alle, die einmal hier waren, immer wieder.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3