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Digitale Infostele: Hafen wird Surfrevier

Strande Digitale Infostele: Hafen wird Surfrevier

Touchscreen rustikal: Am Hafen von Strande wird jetzt im Holzrahmen gesurft. Die digitale Infostele gegenüber vom Buswendeplatz gibt Auskunft über Wanderwege, Wind, Wetter und mehr. Das Besondere: Die interaktive Tafel registriert Klicks und soll nutzerfreundlich angepasst werden.

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Philippe Neis vom FAN Medienhaus erläutert Beatrice Faude die neue elektronische Infostele. „Cool“, findet die Stranderin die öffentliche Ortsplattform. „Meine Großmutter, die demnächst zu Besuch kommt, mag so was sehr. Da kann sie sich gleich orientieren.“

Quelle: Cornelia Müller

Strande. „Was lange währte, ist jetzt besser als erhofft“, sagt Bürgermeister Holger Klink (CDU). „Wir sind stolz auf die Neuerung, die in der Form noch keiner hat.“ Auch Touristikchef Heiko Drescher und Philippe Neis vom FAN Medienhaus in Schönkirchen, das die digitale Infosäule mit einer auf Strandes Bedürfnisse zugeschnittenen Software bestückt hat, strahlen. Schon vor einem Jahr hatten die Kommunalpolitiker beschlossen, so eine flache Tafel aufstellen zu lassen, die rund um die Uhr auf Berührung preisgibt, was Gäste wissen wollen. Der Anbieter aus Schönkirchen versprach, dass die Gemeinde keinen Cent für Aufstellung und Betrieb zahlt, weil Anzeigenkunden das Gerät finanzieren.

Klickzahlen werden ausgewertet

Tatsächlich kann die Stele, die an ein überdimensionales Smartphone erinnert, bereits eine Menge. Auf der Luftaufnahme prangen Apps für Wetterbericht und Fahrpläne der Fördeschifffahrt sowie Busse. Einmal mit dem Finger angetickt, öffnen sich weitere Fenster. Auf der Favoritenleiste drückt man „Knöpfe“ für allgemeine Infos, Lokale mit Öffnungszeiten, Hotelzimmer, Events in Strande und Umgebung, Einkaufsmöglichkeiten, Banken und Geldautomaten. Programmpunkte der Kieler Woche kann man genauso abrufen wie die Ankündigung fürs lokale Promenadenfest. Viele Apps haben QR-Codes. So kann sich der Gast Aktuelles aufs eigene Handy laden. Nur zur Suche im Internet gibt es keinen Zugang. Der funktioniert übers eigene Gerät mit Strandes Gratis-WLAN.

„Die Stele ersetzt nicht nur die altmodische analoge Anzeigetafel mit Ortsplan“, erläutern Klink und Drescher. „Wir wollen anhand der Klickzahlen erfahren, wo der größte Bedarf ist und diese Themen ausbauen. Anregungen nehmen wir entgegen. Wir sind erst am Anfang.“ Die Gemeinde wird in Kürze ihr kommunalpolitisches Profil einspeisen. Außerdem sollen in der oberen Hälfte angesiedelte Apps mit Ziffern versehen werden, die Rollstuhlfahrer bequem auf der Favoritenleiste aktivieren können. „Die Software so vielfältig auszurüsten, war aufwendig“, räumt Neis ein. „Die Gemeinde hat das Anforderungsprofil gemeinsam mit uns entwickelt. Der Einsatz hat sich gelohnt, weil der Nutzer nun gezielter sucht und besser bedient wird als bei Vorgängermodellen.“ Dass trotz der Fülle auf den ersten Blick nicht alle Lokale und Hotels zu finden sind, liegt am Konzept: Nur wer eine Anzeige kauft, die dezent am oberen Rand auftaucht, ist mit im Boot.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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