23 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
300000 Euro für den Hafen

Strande 300000 Euro für den Hafen

Ein attraktiver, funktionsfähiger Hafen kostet richtig Geld. Strande steckt 2016 über 300000 Euro in Sportboothafen, Fischersteg und Ostmole. Dennoch dürfen Sportbootbesitzer beruhigt sein. Eine Gebührenerhöhung für Liegeplätze steht nicht ins Haus.

Voriger Artikel
Hin zu den Bürgern
Nächster Artikel
GTV und TSV kooperieren

Wo die Fischerboot liegen, wir demnächst gebaggert. Außerdem müssen die Heckpflähle ausgetauscht werden.

Quelle: Cornelia Müller

Strande.  Versenkt wird die Summe nicht. Der Hafenausschuss diskutierte und beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch Investitionen, die den Hafen zukunftsfähig machen und auch das lokale Fischerhandwerk erhalten helfen. Am Fischersteg geht es auch zuerst los. Die 20 Heckpfähle sind durchgerostet. Sie werden gezogen und erneuert. Außerdem muss hier ausgebaggert werden. Das Baggergut ist fachgerecht zu entsorgen. Notwendig sind die aufwendigen Arbeiten, weil sich auf dem Grund Sand und Schlamm abgelagert haben. Schuld sind unter anderem zwei Zuläufe von Land. Einer ist „abgängig“, so der Vorsitzende Peter Siemon (CDU), „und braucht einen Sandfang“. Beim Bau des zweiten, neuen Auslaufs wurde offenkundig der Sandfang ganz vergessen. Es fließen nach Beobachtung der Fischer jede Menge Lehm und Sand in den Hafen ein. Wer für Nacharbeiten aufkommt und was sie kosten, prüft der Bauausschuss. Baggerarbeiten sind auch vor dem Hafen an der Ostmole erforderlich. Die ankommende Sandmenge hängt jeweils von den natürlichen Strömungsverhältnissen ab.

 Größter Posten ist die Erneuerung des Tragwerks und des Belags im zweiten Abschnitt von Steg eins zu Beginn 2016 und die Erneuerung der gesamten Elektrik. Siemon: „Vorbild ist Steg sieben, der in diesem Jahr fertig wurde. Auch der zweite Abschnitt wird mit Trimax-Kunststoffbohlen belegt. Die Träger sind aus Bongossiholz, das eine sehr lange Lieferzeit hat. Ich hoffe, dass bis zu Saisonbeginn im Sportboothafen am 15. März 2016 alles erledigt ist. Wir veranschlagen dafür im Wirtschaftsplan 120000 bis 140000 Euro.“

 Ein Problem, das jedes Jahr zu Saisonbeginn und -schluss zu Ärgernissen führt, soll ab Frühjahr gelöst sein. Der Spazierweg am Wasser auf dem Abschnitt, an dem im Frühling und im Herbst die Boote gekrant werden, wird zu den Slip-Terminen jedes Jahr kurzfristig gesperrt. Dennoch sehen etliche Fußgänger das nicht ein. „Das Amt wird jetzt ein Hinweisschild für die kurze Umleitung entwerfen, das rechtlich Bestand hat und den Bürgermeister als Werkleiter des Hafens und den Hafenmeister von der Haftung befreit, wenn jemand das Verbot missachtet“, führte der Vorsitzende aus. Eine redaktionelle Änderung in der Gebührensatzung soll ebenfalls Wirkung zeigen. Schiffe über 27 Meter Länge, was für große Traditionssegler zutrifft, sind künftig als Gastlieger ausgeschlossen. Der Platz reicht zum Rangieren und Wenden nicht aus.

 Der Wirtschaftsplan für 2016:

 Strandes mittelfristige Finanzplanung für den Eigenbetrieb Hafen erstreckt sich jeweils über drei Jahre. So können kurzfristig notwendige Investitionen, die ein Defizit in den aktuellen Wirtschaftsplan reißen, im Folgejahr ausgeglichen oder durch Überschüsse aus dem Vorjahr gedeckt werden. Für 2016 sieht der Wirtschaftsplan 35000 Euro für die neuen Pfähle und 45000 Euro fürs Ausbaggern mit Entsorgung am Fischersteg vor. Bis zu 140000 Euro sind für alle Arbeiten an Steg eins kalkuliert. 60000 Euro sind für Baggerarbeiten vor der Ostmole eingeplant, um die Wassertiefe an der Einfahrt halten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3