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Matjes beim Olivenfest

Strande sucht Partnerstadt Matjes beim Olivenfest

Französisches Mittelmeer-Lebensgefühl aus Rayol-Canadel und Strander Ostsee-Stil: Das könnte doch eine wunderbare Liaison ergeben. Die beiden Gemeinden erkunden zurzeit das Interesse an einer Partnerschaft. Bei der Fête de l'Olive zu Ostern dienten in Le Rayol auch Matjes nach Hausfrauenart als Köder.

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Großes Interesse in Rayol-Canadel am Strander Info-Strand: Der französische Bürgermeister Jean Plénat (v.r.) mit Christine Aschenberg-Dugnus, Marie Rose Hanel und Christine Paustian.

Quelle: Dugnus

Strande. Wobei es Rayol war, das zuerst einen Köder auswarf, erklärt Nicolaus Graf zu Reventlow. Der Ort an der Côte d’Azur strebt die Partnerschaft mit einer nordeuropäischen Gemeinde an. Das Strander Ehepaar Paustian, das dort häufig den Urlaub verbringt, brachte die Idee mit nach Hause.

Die Lage am Wasser verbindet beide Gemeinden, der Tourismus ebenso. Seither erkundet eine Arbeitsgruppe unter Graf zu Reventlow das Interesse an einer Zusammenarbeit. Er reiste zudem im März nach Le Rayol, um erste Arbeitskontakte zu knüpfen, zu Ostern folgten die Strander Ehepaare Aschenberg-Dugnus, Hanel und Paustian – ebenfalls alle auf eigene Kosten. „Eine rundum tolle Sache“, zieht Christine Aschenberg-Dugnus Bilanz.

„Es war fast wie ein Staatsbesuch – zwei Tage volles Programm“, sagt Dieter Hanel. Bei der Fête de l'Olive, einem Fest mit provenzalischem Markt, präsentierten die Strander ihren Heimatort mit Postern, Broschüren, der Flagge, Souvenirs und deftigen Heringen nach Hausfrauenart.

„Den Hering fanden alle gut, am Schwarzbrot schieden sich die Geister“, erzählt Aschenberg-Dugnus. Die Strander trafen auch Deutsche an der Cote d’Azur, ein Tourist aus Münster „erkannte sogar die Strander Flagge“, sagt Dieter Hanel. Während des Festes wurde Christine Paustian übrigens mit drei Bürgern aus Le Rayol zum Ritter geschlagen. Wahrscheinlich besucht im Herbst eine französische Delegation Strande, um Gespräche über einen Schüleraustausch 2017 und gemeinsame Interessen zu führen.

Rayol, das wie ein Amphitheater an der zerklüfteten Felsenküste liegt, sei eine „ausgesprochen hübsche Gemeinde“, sagt Nicolaus Graf zu Reventlow. Eine Partnerschaft, durch die Freundschaften entstehen, ist ein langfristiges Ziel. Es sei gut, dass das Projekt von Bürgern ausgeht, denn „die müssen es auch tragen“. Französisch müsse man für Kontakte heute nicht unbedingt sprechen „Da braucht man keine Scheu zu haben.“

Die Strander Delegation sowie Nicolaus Graf zu Reventlow berichten am Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr, im Restaurant Acqua über Le Rayol und mögliche weitere Schritte. Auch Bürgermeister Holger Klink wird anwesend sein.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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