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Kreisbahn nimmt Fahrt auf

TEE-Modellbauer in Eckernförde Kreisbahn nimmt Fahrt auf

Von den Gleisen sind in der Landschaft kaum noch Spuren zu finden. Für die Mitglieder des Treffs Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) ist die einstige Kreisbahntrasse von Eckernförde nach Kappeln aber nicht in Vergessenheit geraten.

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Vorsitzender Manfred Seyler hat die alte Drehbrücke von Kappeln nachgebaut und setzt die Teile hier zusammen.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Auch an die Haltestellen erinnern sich auch nur noch wenige. Seit zwei Jahren sind die TEE-Mitglieder abei, die 14 Bahnhöfe auf der längst stillgelegten Strecke im Maßstab 1:87 nachzubauen. Gut die Hälfte haben sie inzwischen geschafft. Sonnabend gibt es eine Vorführung.

 Dass die Dampfloks an der Hasenheide in Eckernförde, in Barkelsby, Holzdorf und Brodersby anhielten, daran können sich nur noch ältere Menschen aus der Region erinnern. In Betrieb genommen wurde die Strecke 1889, stillgelegt 1958. Dass die TEE-Tüftler das Projekt überhaupt in Angriff genommen haben, ist vor allem Heinz-Herbert Schöning zu verdanken. Der hat nämlich 1998 ein Buch über die Eckernförder Kreisbahnen verfasst, das bei den Modelleisenbahner längst als „Bibel“ gilt. Nicht zuletzt deshalb, weil es eine Vielzahl von Fotos aus der damaligen Zeit beinhaltet, die nun als Vorlage für den Nachbau dienen.

 Das Gesamtmodell soll am Ende aus 50 Segmenten von jeweils einem Meter Länge und 60 Zentimetern Breite bestehen, die alle miteinander verbunden werden. Vorsitzender Manfred Seyler kann sich noch aus Kindheitstagen an die alte Kreisbahn erinnern. Zum einen an die Dampfloks, aber auch an die silbernen Triebwagen, die auf der gut 35 Kilometer langen Strecke verkehrten. Ausgangspunkt der Anlage ist der Kreisbahnhof in Eckernförde. Den hat Rainer Springer so authentisch wie möglich nachgebaut. Aber auch die anderen TEE-Mitglieder beweisen beim Nachbau viel Liebe zum Detail. Eine Hausfrau, die gerade die Wäsche zum Trocknen aufhängt, zieht spontan die Blicke auf sich, aber auch der Mann, der vor der kleinen Erfrischungshalle in Kappeln eine Flasche an den Hals setzt. Manfred Seyler hat in den zurückliegenden Monaten unter anderem die alte Drehbrücke von Kappeln nachgebaut. Da darf natürlich der für die Stadt so typische Heringszaun nicht fehlen. Den gab es bereits 1951, und der Nachbau richtet sich an diesem Jahr aus.

 „Wir wollen den Sponsoren und der Bevölkerung zeigen, was in den zurückliegenden Jahren entstanden ist“, sagt Seyler. Deshalb lädt der TEE für den morgigen Sonnabend von 11 bis 16 Uhr zu einer Vorführung in den großen Saal der Stadtwerke Eckernförde am Bornbrook ein. A propos Stadtwerke: Die unterstützen den Vereins bereits seit der Gründung vor 15 Jahren mit der Zurverfügungstellung von Räumen für die Vereinsarbeit. Zunächst in der Gasstraße, nun in einem Einfamilienhaus am Bornbrook. Da das Gebäude aber in absehbarer Zeit umgebaut werden soll, ist der Verein auf der Suche nach einer anderen Unterkunft, die zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden kann. Manfred Seyler (Tel. 0170/5225732) hofft auf Angebote.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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