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Schwimmendes Auge für die Tiefe

Technisches Hilfswerk Schwimmendes Auge für die Tiefe

Mit einer neuen Rekordzahl von knapp 20000 Dienststunden, davon 3800 in Einsätzen, schloss das vergangene Jahr für das Technische Hilfswerk (THW) Eckernförde ab. Zur Ausrüstung gehört künftig auch ein Tauchroboter.

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Falko Hohmann (links) und Nils Hünefeld von der Fachgruppe „Wassergefahren“ stellen den neuen Tauchroboter mit Kamera und Scheinwerfer vor. Er bietet mehr Sicherheit für Such- und Bergungs-Einsätze unter Wasser.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Dabei waren die 105 aktiven Helfer neben der Behebung von Sturm- und Regenschäden, technischen Hilfeleistungen und Personensuchen auch in der Flüchtlingshilfe engagiert. Neu vervollständigen ein Tauchroboter und ein Mannschaftstransportwagen die Ausrüstung des THW.

 Da kommt Glanz in die Augen von Technikfans: Mit dem Tauchroboter Deep Trekker, mit dem der Ortsverband als Erster im Land ausgestattet ist, verfügt die Fachgruppe „Wassergefahren“ über ein faszinierendes Hilfsmittel. Der Tauchroboter ist mit Kamera und Scheinwerfer bestückt und kann an einem 50 Meter langen Kabel von Land oder Boot aus ferngesteuert werden. Die Kamera schickt ihre Bilder an einen Monitor am anderen Kabelende. Ein Navigationssystem hält den Roboter auf Kurs, dessen Akkus bis zu acht Stunden Einsatz ermöglichen.

 „Das Gerät ersetzt keinen Taucher“, sagt Falko Hohmann von der Fachgruppe „Wassergefahren“. Aber es kann vor dem Tauchereinsatz die Situation unter Wasser aufklären und bei einer Suche oder Bergung unterstützen. „Was wir mit dem Sonar geortet haben, lässt sich dann genauer anschauen“, so Hohmann. Das bedeutet mehr Sicherheit für alle Einsatzbeteiligten. Im Wellenbad und im Eckernförder Hafen wurde der Tauchroboter bereits getestet.

 In seinem Jahresbericht erinnerte der Ortsbeauftragte Michael Marszalek an ein ereignisreiches 2015, das „uns Außergewöhnliches abverlangte“. Bei insgesamt 19 Einsätzen wurden 3840 Stunden geleistet. Ob der gesunkene Zweimaster „Ninive“ im Eckernförder Hafen geborgen werden musste, vermisste Personen gesucht und Bootswracks geortet oder Wassermassen einer überfluteten Straße abgepumpt wurden – das THW war zur Stelle. Trotz Ferienzeit stellten sich im Sommer außerdem bis zu 30 Helfer freiwillig zur Verfügung, um an mehreren Tagen in Seeth und in Rendsburg Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit einzurichten.

 Eckernfördes Bürgervorsteherin Karin Himstedt dankte dem THW für ein „tolles bürgerschaftliches Engagement“, zu dem auch die Unterstützung von Veranstaltungen gehöre. Seitens der freiwilligen Feuerwehr unterstrich der stellvertretende Wehrführer Alexander Rüß die gute Gemeinschaft, die unter den Rettungsorganisationen in Eckernförde gelebt werde. Bei Einsätzen habe sich das THW als „schlagkräftige Truppe“ an der Seite der Brandschützer erwiesen.

 Eine besondere Auszeichnung erhielt Thomas Jürgensen mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze. Der Zugtruppführer ist seit 1999 eine feste und aktive Größe des Ortsverbands. Bei verschiedenen Hochwassereinsätzen habe er mit großer Umsicht und Ruhe das Geschehen geprägt, würdigte Claas Sanner von der THW-Geschäftsstelle Schleswig. Er engagiere sich bei der Ausbildung junger Helfer und auch bei sozialen Veranstaltungen wie dem „Lauf ins Leben“. Der THW-Einsatz des Elektromeisters reiche weit über die übliche ehrenamtliche Tätigkeit hinaus.

 Weiter wurden geehrt: Ines Meyer (Helferzeichen in Gold), Jens Dierk Jochimsen und Sören Profitlich (Helferzeichen in Gold mit Kranz) sowie Andreas Aschendorf mit der höchsten Stundenanzahl (1284 Stunden).

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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