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Paten gesucht

Andrang bei der Tafel Paten gesucht

Donnerstagmorgen: Großer Andrang an der Lebensmittelausgabe der Tafel Eckernförde im Saxtorfer Weg. 350 Menschen, jung und alt, kommen, um für die kommende Woche vorzusorgen. Ihre Einkünfte reichen nicht, um gut über die Runden zu kommen, da ist Hilfe dieser Art willkommen. Nun werden Paten für die Tafel gesucht.

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Sie wollen als Paten die Tafel Eckernförde unterstützen (von links): Ilona Haß, Ullrich Schiller, Heinrich Mehl, Jürgen und Heide-Marie Bauer, Ingrid Deiters, Günther Haß, Karl-Werner Schunck und Rainer Kluß.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Die Menschen ballen stehen Schlange, denn die Ausgabe ist nur auf die Donnerstage begrenzt. Mit den ehrenamtlichen Kräften wäre eine tägliche Ausgabe, die den Andrang entzerren könnte, nicht zu schaffen. Zunehmend bleiben jedoch einige Tafelkunden weg, zumeist ältere Bürger. Sie meiden das Schlangestehen zwischen der zunehmenden Zahl an Flüchtlingen, die ebenfalls Anspruch auf Tafelnutzung haben. Die Gesamtzahl der Nutzer bleibe jedoch gleich, berichtet Tafel-Vorsitzender Reinhard Schmidt. Das bedeute, dass es hier einen Verdrängungswettbewerb gebe.

 Ein Haus weiter: Hier sitzen zehn Bürger, die an der Situation im Nachbarhaus etwas ändern, eine kluge Lösung finden möchten, sodass sich niemand benachteiligt fühlt. „Wir möchten deutlich machen, dass von dem Kuchen für alle ein Stück bleibt, und dass es keinen Grund gibt, fernzubleiben und Stimmung gegen die Flüchtlinge zu machen oder frustriert zuhause zu bleiben“, sagt Jürgen Bauer, einer der Initiatoren der neuen Tafelpaten.

 So entsteht eine Idee: Da die Tafel aufgrund der bundesweiten Verordnungen nicht selbst Lebensmittel kaufen, sondern nur als Spenden annehmen darf, springt der Verein Familienzentrum Eckernförde unter dessen Vorsitzenden Rainer Kluß ein, um Spenden einzusammeln. Gedacht ist an eine Patenschaft für 40 Euro oder eine halbe für entsprechend 20 Euro für ein Jahr und eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft der Tafel, die zwischen zwei und sechs Personen zählt. „Zehn Euro weniger Wirtschaftsgeld in der Woche sind sicher für viele Eckernförder zu verkraften“, schätzt Mit-Initiatorin Heide-Marie Bauer.

 Das Familienzentrum soll demnach die Spenden bekommen und dafür die Lebensmittel einkaufen, die die Tafel dringend benötigt. Reinhard Schmidt ist von der Idee deshalb angetan, weil die Spenden für eine gleichmäßige Versorgung der Tafelnutzer sorgen könnten. Denn die Lebensmittelspenden seien saisonal unterschiedlich, und immer wieder fehle es beispielsweise an Hygieneartikeln.

 Eine Verpflichtung der Spender, sich für ein Jahr festzulegen, würde eine gute Planungssicherheit geben, so Schmidt.

 

 Pate werden: Interessenten wenden sich an das Familienzentrum unter Tel. 04351/4684527 oder an Jürgen Bauer, Tel. 04351/3540. Spendenkonto des Familienzentrums, Stichwort Tafelpate: DE50 2105 0170 1002 2955 97.

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