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Die Tafel braucht Fahrer

Eckernförde Die Tafel braucht Fahrer

Die Eckernförder Tafel ist in Not. Zwar kann sie auf insgesamt 65 ehrenamtliche Helfer zurückgreifen, doch es fehlt an ausreichend Fahrern für das neu angeschaffte Kühlfahrzeug. Mit ihm werden von den Verbrauchermärkten und anderen Spendern zur Verfügung gestellte Lebensmittel für die Tafel-Ausgabe abgeholt. Josef Bernt, einer der freiwilligen Fahrer sagt. „Wir brauchen Verstärkung.“

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Verstärkung fürs Team gesucht: Tafel-Leiter Reinhard Schmidt (2.v.r.) mit Josef Bernt, Petra Winter und Hans-Jürgen Schröder, die für das neue Kühlfahrzeug weitere Fahrer benötigen. Viel Arbeit gibt es auch im Hintergrund: Karin Kliefoth, Monika Krüger und Christel Hartmann (v.l.) portionieren Sahne für die Ausgabe.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Eckernförde. Die Eckernförder Tafel ist in Not. Zwar kann sie auf insgesamt 65 ehrenamtliche Helfer zurückgreifen, doch es fehlt an ausreichend Fahrern für das neu angeschaffte Kühlfahrzeug. Mit ihm werden von den Verbrauchermärkten und anderen Spendern zur Verfügung gestellte Lebensmittel für die Tafel-Ausgabe abgeholt. „Wir sind ein tolles Team“, sagt Josef Bernt, einer der freiwilligen Fahrer. „Aber wir brauchen Verstärkung.“

 Mitte Juni erhielt die Tafel dank großzügiger Spenden einen VW Crafter als Kühlfahrzeug. So lassen sich die Lebensmittel gut temperiert zu den Kühlräumen im Eckernförder Familienzentrum am Saxtorfer Weg transportieren. Neun ehrenamtliche Fahrer stehen dafür zurzeit zur Verfügung, die in Dreier-Teams unterwegs sind. Denn es geht nicht nur um das Steuern des Wagens allein. „Die Waren werden auch vor Ort sortiert, eingeladen und anschließend wieder ausgeladen“, erläutert Tafel-Leiter Reinhard Schmidt. Der Zeitaufwand beträgt pro Einsatz etwa drei Stunden am Vormittag.

 Josef Bernt, Petra Winter und Hans-Jürgen Schröder stellen an diesem Tag das Fahrer-Team. Alle sind mit Freude dabei. „Mir ist im Leben viel geholfen worden, jetzt möchte ich ein bisschen zurückgeben“, sagt der 77-jährige Bernt, dem man sein Alter nicht ansieht. „Die Tafel hält fit“, sagt er mit einem Lächeln. „Und zu Hause würde mir die Decke auf den Kopf fallen“. Auch Petra Winter mag es, ehrenamtlich im Team zu arbeiten, und Hans-Jürgen Schröder ist mal von einem Nachbarn gefragt worden, ob er nicht eine Tour fahren wolle. „Da hab’ ich gesehen, dass genug zu tun ist und bin dabeigeblieben.“

 Froh wäre die Tafel über drei weitere Fahrer. Für das Kühlfahrzeug reicht laut Schmidt ein Pkw-Führerschein. Interessenten kommen donnerstags zwischen 9 und 13 Uhr zum Familienzentrum am Saxtorfer Weg oder melden sich bei Schmidt unter Tel. 04351/880573. Helfer kann die Tafel immer gebrauchen, denn auch außerhalb der Ausgabe ist jeden Tag etwas zu tun. Lebensmittel müssen sortiert, Plastikboxen gereinigt, Kühltruhen gewischt und Liegengebliebenes aufgeräumt werden.

 Laut Schmidt werden derzeit rund 350 Bedarfsgemeinschaften in Eckernförde und 100 in Gettorf versorgt. Der Trend weise nach oben, so der Leiter. Und das nicht nur aufgrund der zunehmenden Zahlen an Asylbewerbern. Auch Altersarmut mache sich verstärkt bemerkbar, weiß Schmidt. 70 Rentner nutzen momentan die Tafel. Darüber hinaus finden sich in den Bedarfsgemeinschaften 210 Kinder und Jugendliche im Alter bis 17 Jahren.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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