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Tausende kamen zum „Tag der Marine“

Hafen in Eckernförde Tausende kamen zum „Tag der Marine“

Die Fotohandys waren gezückt: Ein Schiff, das sich aufklappen kann, das hatten viele noch nicht gesehen. Das Ölauffangschiff „Bottsand“ demonstrierte im Eckernförder Hafen, wie es sich auf einen Einsatz vorbereitet. Tausende Besucher lockte am Mittwoch der „Tag der Marine“ ins Ostseebad.

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Silvio Weighardt aus Dresden sichert sich am Stand des Marinebunds drei Mützenbänder.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde.  „Ich bin ganz erstaunt“, entfuhr es Rita Isanowski, als sich der Rumpf des Spezialschiffes wie eine Schere in der Mitte öffnete. „Fantastisch, was die Technik alles so bietet“, sagte die Eckernförderin, die kaum einen Info-Tag der Marine vor Ort auslässt. Ein U-Boot machte im Stadthafen zwar nicht fest. Doch hatte das 1. U-Boot-Geschwader ein Modell mitgebracht, an dem Stabsbootsmann Holger Fries vom Stützpunktkommando bereitwillig die Details erläuterte. „Gibt’s denn auch Fernseher an Bord?“, wollte Christina (21) wissen. Fries winkte ab. Filme könnten zwar geschaut werden, aber nur aus der Konserve. „Das U-Boot hat bewusst keine TV-Antenne, da es möglichst strahlungsarm sein soll.“ Den Dienst auf einem U-Boot konnten sich Christina und ihre Freundin Christin zwar nicht vorstellen, sie waren aber überrascht, dass es unter den 150 U-Boot-Fahrern immerhin zwölf Frauen gibt, darunter vier Offiziere. Demnächst, so Fries, könnte es die erste Kommandantin geben.

 Während Kinder sich auf der U-Boot-Hüpfburg vergnügten, stellten das Seebataillon und die Wehrtechnische Dienststelle ihre High-Tech-Ausrüstung vor. Ein Kampfmittelbeseitiger bewegte per Fernsteuerung eine Art Mini-Panzer mit Greifarm, der für das Entschärfen von selbstgebauten Sprengsätzen verwendet wird. „Momentan kommt das Gerät vor allem in Afghanistan und in Mali zum Einsatz“, erläuterte er. Wenige Meter weiter zeigte ein Soldat eine Unterwasser-Drohne, mit der das Seebataillon 2015 bei einer Übung vor Estland das Wrack eines Weltkriegs-U-Boot am Meeresgrund entdeckte.

 Moderne Technologie gab es auch am Stand der WTD 71 zu sehen. Die Wehrtechnische Dienststelle präsentierte ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das mit verschiedenen Sensoren wie Sonar, Fächerlot oder Kamera bestückt werden kann. „Damit lassen sich zum Beispiel Minen aufspüren“, erläuterte Andrea Peters von der WTD. Nicht High Tech, sondern Nostalgie trieb Silvio Weighardt zum Stand des Marinebunds. Hier erstand der Urlauber aus Dresden („Ich war auch ’mal bei der Marine“) drei ausgemusterte Mützenbänder. Mit der kleinen Ausstellung „Müllkippe Meer“ machte sich der Marinebund zudem stark für die Reinhaltung der Gewässer.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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