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Tapirfährte als Wegweiser

Tierpark Gettorf Tapirfährte als Wegweiser

Immer der Tapirspur nach: Mit einer auf dem Pflaster aufgemalten Fährte sollen Gettorf-Besucher künftig vom Bahnhof zum Tierpark geführt werden. Die Idee stammt von Volker Strehlow, seit gut zwei Jahren Vorsitzender des Tierpark-Fördervereins.

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Tapirspuren als Wegweiser vom Gettorfer Bahnhof zum Tierpark: Volker Strehlow – hier in der Fußgängerzone – hofft auf ein positives Signal aus dem Bauausschuss.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Zum Vorbild nahm sich Strehlow, früher Hauptschulleiter in Gettorf, die blaue Linie in Kiel. Diese führt Touristen zu den maritimen Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt. „Mit unserem Tierpark können wir da als Attraktion locker mithalten“, ist Strehlow überzeugt. Am kommenden Montag (19 Uhr, Amtsverwaltung) beschäftigt sich der Bauausschuss mit seinem Antrag, eine Tapirfährte durch den Ort zu legen.

 Die Flachlandtapire Jule (7), Tina (3) und Rico (geboren im November) gehören neben den Affen und den Erdmännchen unbestritten zu den Publikumslieblingen im Gettorfer Tierpark. Vom Vater der beiden jüngsten Tapire, Rüdiger, mussten die Mitarbeiter des Tierparks im Februar Abschied nehmen. Wie Zoobiologin Gabriele Ismer mitteilte, litt der Tapirmann zunehmend unter Atemproblemen. Zuletzt hätten ihn die Tierpfleger häppchenweise füttern müssen. „Er war eine echte Persönlichkeit und wird uns sehr fehlen“, heißt es auf der Internetseite des Tierparks.

 Rüdiger kam 1997 im Alter von einem Jahr vom Zoo Osnabrück nach Gettorf und sorgte mehrfach für Nachwuchs. Ab der kommenden Woche haben Besucher des Tierparks nach Auskunft von Gabriele Ismer montags bis freitags um 11.30 Uhr Gelegenheit, die Tapirfütterungen aus nächster Nähe mitzuerleben.

 Der stilisierte Hinterfuß-Abdruck eines Tapirs ist nach Überzeugung von Volker Strehlow besonders gut für die geplante aufgemalte Fährte zwischen Bahnhof und Tierpark geeignet. „Wir haben uns ganz bewusst für ein Tier entschieden, das hier in unserem ländlichen Raum zweifelsfrei nicht regional zugeordnet werden kann“, so der Pädagoge im Ruhestand. Dadurch solle die Neugierde der Passanten geweckt werden. Auch die Läden und gastronomischen Betriebe im Ortskern könnten profitieren. In seinem Antrag an den Bauausschuss schlägt Strehlow vor, dass die Tapirfährte unter anderem durch die Herrenstraße und die Fußgängerzone führt. Zwar gebe es auch Hinweisschilder auf den Tierpark, aber mit der Fährte könne die privat geführte Einrichtung an der Süderstraße noch ein wenig mehr in das Bewusstsein der Gettorfer Besucher gerückt werden. „Insgesamt ist die Strecke 1,4 Kilometer lang“, hat Strehlow ausgerechnet.

 Die Tapirspuren sollen mittels Schablone und Farbspray auf das Pflaster aufgebracht werden. „Die Markierungen könnten wir auch selber in Angriff nehmen“, bietet Strehlow an. „Vielleicht“, so seine Hoffnung, „ergibt sich ja sogar im Hinblick auf das 20-jährige Bestehen des Förderevereins im Mai die Möglichkeit einer kleinen finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde.“

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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