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Tourismus boomt in Strande

Rekordsaison Tourismus boomt in Strande

Investitionen zahlen sich aus, privat wie öffentlich. In Strande hat der Tourismus nach diversen Neuerungen trotz des mäßigen Sommers 2016 zugelegt wie nie. „Die buchungsarme Zeit von Januar bis April hat mit 49 Prozent sogar den höchsten Zuwachs“, sagt Touristikchef Heiko Drescher.

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Attraktion im Sommer: Strandhochzeiten sind auch ein wichtiger Faktor, der Strande noch bekannter macht.

Quelle: Cornelia Müller

Strande. Freudige Gesichter am Montagabend im Strander Ausschuss für Soziales, Kultur, Touristik. Die Botschaft, die der Mann aus dem Touristbüro überbringt, überrascht selbst die hohen Erwartungen. Mit 12,6 Prozent mehr Ankünften als 2015 in Häusern ab neun Betten sowie 13,7 Prozent mehr Übernachtungen setzt die Gemeinde den Trend fort. Wachstum hatte schon 2015 für gute Laune bei Kommunalpolitikern, Hoteliers, Gastronomen gesorgt. Konkret ausgedrückt: 11804 Gäste stellten in den Monaten Januar bis September 2016 die Koffer vor den Rezeptionen ab. 26565 Nächte schlummerten sie in 174 Hotelbetten. Die Zahl der Gästebetten ist fast gleich geblieben, und die Verweildauer liegt weiter bei 2,3 Tagen. Zum Vergleich: 2015 kamen 10484 Gäste an und buchten 23362 Übernachtungen (2012: 7400 Gäste,16976 Nächte). Fast genauso viele Betten wie die Hotels bieten 46 kleinere Privatvermieter, nämlich 172. „Aber deren Übernachtungszahlen sind nicht erfasst. Es gibt kein Interesse an den Meldescheinen“, erläutert Drescher. „Aber es zeichnet sich in Gesprächen dieselbe erfreuliche Tendenz ab“, ergänzte Bürgermeister Holger Klink (CDU). Abhängig sei auch deren Erfolg von der Bereitschaft, sich Gästeansprüchen zu stellen.

 Der Ausschussvorsitzende Jörn Clahsen (FDP), Klink und Drescher führen den Zulauf, der auch Tagesgäste betrifft, zusätzlich auf die attraktive Promenade, Veranstaltungen wie Promenadenfest, NDR-Sommertour, Strandfrühstück sowie auf die neue Möglichkeit von Strandhochzeiten, kleine Kulturevents und gastronomisches Angebot zurück. Gratis WLAN und interaktive Infostele wurden gut genutzt. „Technisch hakt das noch“, räumte Drescher ein. „2017 sind wir besser.“ Die Verlängerung des Promenadenfests auf zwei Tage, was sich Gastronomen wünschen, ist jedoch vom Tisch. „Zum Arbeitstreffen kamen nur Drei und brachten keine konkreten Ideen für den zweiten Tag mit“, berichteten Clahsen und Thomas Behrenbruch (SPD). Der Ausschuss lehnte die Verlängerung ab.

 Auch ohne Traumwetter zogen Gäste 2016 mehr Strandkarten an den vier Automaten. 12832 Euro kamen herein (plus 1800 Euro). 70 Saisonkarten (1946 Euro) sind ebenfalls Bestwert. Unmut spürte Drescher wegen der höheren Gebühr für die 299 privaten Strandkörbe. Gleichwohl kündigte kaum jemand. 17 Strander mehr als 2015 hatten einen Stellplatz. 21500 Euro flossen in die Kasse, doppelt so viel wie bisher. „Aber das wird versteuert. Wir bekommen kaum mehr Geld.“ Anders die Parkgebühren: Dank Gebührenordnung schluckten sieben Parkautomaten von März bis Oktober 173264 Euro – 50000 Euro mehr. Eingeschlossen sind Saisonparkausweise.

 Einigkeit gab es über eine jetzt vorliegende Absichtserklärung zur Partnerschaft mit der südfranzösischen Gemeinde Le Rayol-Canadel sur Mer. Die Beziehung soll eindeutig von Bürgern und nicht durch offizielle Verträge gestützt werden. Am Freitag, 9. Dezember, um 18 Uhr laden Rayolesen mit ihrem Bürgermeister um 18 Uhr zum Adventsfenster-Treff vor der Touristinformation Strande ein – bei französischen Häppchen und Getränken. „Kein Glühwein“, gab Nicolaus Graf zu Reventlow (CDU) zu verstehen.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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