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Buchungen haben sich vervierfacht

Tourismus in Eckernförde Buchungen haben sich vervierfacht

Leichter Regen, grauer Himmel, Temperatur um zwei Grad, Regenwahrscheinlichkeit 90 Prozent – bei diesen Witterungsbedingungen fällt es nicht schwer, sich auf einen sonnigen Sommerurlaub an der Ostsee zu freuen. Und so erstaunt es nicht, dass derzeit in der Eckernförder Touristik die Telefone nahezu pausenlos klingeln. „Jetzt laufen die Buchungsanfragen auf Hochtouren“, weiß Touristikmanager Stefan Borgmann.

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Nicht nur bei Urlaubern, sondern auch bei Tagesgästen ist Eckernförde beliebt. Dazu tragen auch der Fischmarkt und die verkaufsoffenen Sonntage bei.

Quelle: Rutzen

Eckernförde. Im nunmehr neunten Jahr steht der 41-Jährige an der Spitze der Eckernförder Touristik und Marketing GmbH (ETMG). Die Zahlen, die er seither alljährlich vorlegt, lesen sich wie eine nicht enden wollende Erfolgsgeschichte. Die Buchungsanfragen haben sich seither mehr als verdreifacht, die Buchungen selbst mehr als vervierfacht. Für das vergangene Jahr weist die Statistik exakt 203196 Übernachtungen aus, so viel wie noch nie zuvor. Zum Vergleich: 2008 waren es 126551.

„Noch ist kein Sättigungsgrad erreicht“, sagt Borgmann und hofft, dass die Aufwärtsphase weiter anhält. Die Voraussetzungen dafür sind denkbar günstig. „Das Apartmenthaus am Hafen, neu geschaffene private Unterkünfte und der moderne Wohnmobilstellplatz sind echte Bringer“, zeigt er sich optimistisch. Zahlreiche Vermieter hätten zudem die Zeichen der Zeit erkannt und erheblich in ihre Ferienwohnungen investiert. Das, so Borgmann, sei eine richtige Entscheidung. Nach seinen Worten stünden derzeit in Eckernförde elf Hotels unterschiedlicher Größe sowie 350 Privatquartiere für die Unterbringung von Gästen zur Verfügung. Eine ausreichende Zahl? Der Touristikchef verneint. „Wir spüren den Bedarf an weiteren Hotels. Das bringt weitere Gäste nach Eckernförde“, sagt er. In den Hotels würden mehr als die Hälfte aller Übernachtungen am Ort registriert. Und es sei erkennbar noch Luft nach oben.

Wie berichtet, gibt es einen Investor, der bereit ist, auf dem Exer beziehungsweise in direkter Anbindung ans Wellenbad ein Drei- oder Vier-Sterne-Haus mit 80 bis 100 Zimmern zu errichten. Da solch ein Bau einen massiven Einschnitt in die Stadtentwicklung darstelle, sei es erforderlich, die Bevölkerung mitzunehmen, meint Borgmann. Das Thema müsse man vernünftig kommunizieren und zu gegebener Zeit in einer Einwohnerversammlung vorstellen. Den Zeitraum für Entwicklung und Bau eines Hotels schätzt er auf drei bis vier Jahre ein.

Zufrieden ist der Touristikchef auch mit der Entwicklung im Bereich der Tagesgäste. Rund 1,7 Millionen Besucher unternahmen laut Statistik im Vorjahr einen Abstecher ins Ostseebad. Auch in dieser Hinsicht bedeutet das eine Steigerung. Verantwortlich dafür seien nicht allein die direkte Anbindung vom Strand an die Innenstadt und den Hafen, sondern auch eine Reihe von attraktiven Großveranstaltungen wie das Piratenspektakel oder die Open-Air-Konzerte am Südstrand. In diesem Jahr werden dort am 2. Juli Bands wie Level 42, Slade und Hermes House Band sowie die Sänger Jimmy Somerville und Bobby Kimball beim Sommer Open Air von Radio Nora auftreten. Am 13. August werden an gleicher Stelle die Gruppe Pur und Heinz Rudolf Kunze mit Band auf der Bühne stehen. Für beide Veranstaltungen, so Borgmann, würde der Vorverkauf sehr gut laufen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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