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Neue Pläne für ein U-Boot-Museum

Tourismus Neue Pläne für ein U-Boot-Museum

Vor zwölf Jahren gingen Politiker und Förderer mit dem Vorhaben, ein Unterwasser-Technologie-Zentrum samt einem ausgedienten U-Boot in Eckernförde zu schaffen, sang- und klanglos unter.

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Ein U-Boot der Klasse 206A könnte Herzstück eines Museums in Eckernförde werden.

Quelle: Frank Behling

Eckernförde. Nun ist die Idee, ein außer Dienst gestelltes Boot der Klasse 206A der Öffentlichkeit für Besichtigungen zugänglich zu machen, wieder aufgetaucht. „Touristisch wäre das ein Zugpferd“, ist der stellvertretende Standortälteste, Fregattenkapitän Michael Blunck, überzeugt. Während eines Gedankenaustausches mit örtlichen Politikern bestätigte Blunck am Dienstagabend entsprechende Pläne.

Nach Bluncks Angaben gebe es derzeit zwei Exemplare der Klasse 206A, die als Museumsboot infrage kämen und angekauft werden könnten. Aktive und ehemalige U-Boot-Fahrer würden solch ein Vorhaben begrüßen und unterstützen. „Bei den Tagen des offenen Stützpunkts sind die U-Boote stets ein Besuchermagnet“, sagte Blunck. Nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei vielen Urlaubern aus dem Binnenland sei das Interesse groß. So groß, dass Besichtigungen an solchen Tagen nur noch per Losverfahren ermöglicht werden könnten. Aus solch einer großen Nachfrage könne die Stadt doch Kapital schlagen, meinte der Fregattenkapitän.

Konzept kommt in wenigen Wochen

In Burg auf Fehmarn funktioniert dieses Konzept seit 2004. Dort wurde seinerzeit „U 11“, ein Boot der Klasse 205A, an Land aufgedockt und ist für Besucher des dortigen U-Boot-Museums längst zu einer „echten Attraktion“ geworden, wie ein Mitarbeiter auf Nachfrage unserer Zeitung sagte. Erwachsene zahlen dort für eine Besichtigung 6,80 Euro, Schüler und Studenten 5,50 Euro und Kinder 4,50 Euro.

Nach Informationen unserer Zeitung ist aus der Idee für Eckernförde schon ein vorläufiges Konzept geworden. Danach gibt es bereits Pläne für ein U-Boot-Museum an der Borbyer Seite des Innenhafens. Das knapp 50 Meter lange U-Boot befindet sich derzeit noch in Wilhelmshaven und soll kostengünstig zu bekommen sein. In Eckernförde soll es eingespundet werden. Damit möchte man verhindern, dass es aufgebockt als massiver Fremdkörper an Land wahrgenommen wird. Das Konzept, an dem noch gefeilt wird, soll in wenigen Wochen der Politik und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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