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Flechtburg-Kulisse ist nicht gewollt

Tourismusausschuss Strande Flechtburg-Kulisse ist nicht gewollt

Der Tourismusausschuss in Strande möchte keine weiteren Strandkörbe aufstellen, um eine Masse der Flechtburgen zu vermeiden. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wird ein zweites Promenadenfest ausgerichtet. Zur Entlastung der Gastronomen soll es Pfandbecher aus Plastik mit dem Wappen der Gemeinde geben.

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Wie viele Strandkörbe verträgt der Strand? Darüber diskutierte der Tourismusausschuss der Gemeinde Strande.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Strande. Die Premiere war vielversprechend – deshalb wird weitergefeiert. Am Sonnabend, 2. Juli, lädt Strande von 15 Uhr bis Mitternacht zum zweiten Promenadenfest ein. Bürgermeister Holger Klink (CDU) weiß auch schon, wie das Wetter wird: „Erfahrungsgemäß gut“ – schließlich ist die Kieler Woche gerade vorbei.

 Sechs Strander Gastronomen und Gewerbetreibende an der Promenade wollen mit Geld, Arbeitskraft und Ideen an die Festkultur des Vorjahres anknüpfen, wie im Vorjahr, als die neue Flaniermeile mit Stil eingeweiht wurde. Allerdings hinterließen die Feiernden am Ende auch viele Gläser unterschiedlichster Art auf der Promenade, die ihren Besitzern mühevoll zugeordnet werden mussten.

 Deshalb hatte der Tourismusausschuss-Vorsitzende Jörn Clahsen (FDP) zur Sitzung am Dienstag stilvoll Selbstgebasteltes mitgebracht: Plastikbecher mit dem Strander Wappen. Diese, so die Idee, soll die Gemeinde erwerben und bei Festen an Gastronomen verleihen. Die erheben dafür 1,50 Euro Pfand von den Kunden. Und wenn mancher den Wappen-Becher dann gar nicht wieder hergeben mag, weil er so schön ist, erhält die Gemeinde von den Gastronomen das Pfandgeld. Die Becher-Idee sei gut, fand Klink, „und die Kosten sind überschaubar“. Deshalb, so die einstimmige Empfehlung des Ausschusses an die Gemeindevertretung, sollten 5280 Strander Wappen-Becher geordert werden. „Das wird ein tolles Fest“, war Clahsen mit Blick auf den 2. Juli überzeugt.

 Ein Fest ist für viele auch der Beginn der Strandkorbsaison. 450 Körbe, davon 310 privat genutzte, stehen in Strande zur Verfügung. Allerdings wünscht sich noch manch anderer seine eigene Flechtburg: Auf der Warteliste stehen über 80 Interessenten. Die SPD beantragte daher zehn weitere Körbe für den bewachten Badestrand. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass Strande durch neue Biotope an Aufstellfläche verliert und warnte vor weiterer Verdichtung. Auch Birte Quitte (CDU) wollte nicht „Strandkorb an Strandkorb“ sehen. Das sah auch die Mehrheit des Ausschusses so.

 Keine Mehrheit fand die SPD auch für ihren Antrag, Gewerbetreibenden zu untersagen, private Strandkörbe von Stellplätzen zu entfernen, um Platz für eigene Sessel oder Sichtachsen aufs Wasser zu schaffen. Er könne den Ärger über das Verschieben verstehen, sagte Klink. Aber wie solle die Gemeinde das ordnungsrechtlich umsetzen? „Jeder kann seinen verschobenen Strandkorb auch wieder zurückstellen“, sagte Annette Marberth-Kubicki (FDP).

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Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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